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Hitchten.de : Linus Lumpitzsch schreibt Geschichte(n)

Welcome to HITCHTEN (www.hitchten.de), der Stadt, in welcher die meisten meiner veröffentlichten Geschichten, die ich unter meinem tatsächlichen Namen Linus Lumpitzsch oder aber unter den Pseudonymen Norman Trash oder Julius Cyphandrius als Autor der Öffentlichkeit präsentiere, spielen.
Nein, ich bin kein Günther Grass und auch nicht Hermann Hesse. Ich bin halt einfach Linus Lumpitzsch, und meine Geschichten sind eigen, oft düster, dunkel, seltsam und etwas erschreckend. Das sollen sie auch sein, bzw. sie entwickeln sich ohnehin, wie sie das möchten. Da hat man als Autor gar keinen großen Einfluss darauf.
In diesem Text stelle ich – Linus Lumpitzsch – ein bisschen meine Geschichten, meine Gedanken über das Schreiben, letztlich auch einfach mich selbst vor. Und natürlich erhoffe ich mir von ganzem Herzen, dadurch auch Leserinnen und Leser für meine Geschichten und mich zu gewinnen.
Ich habe keine Ahnung, weshalb jede einzelne meiner Stories bisher irgendwie ein unbeachteter Misserfolg wurde, und das hatte mich auch recht frustriert und enttäuscht zum ursprünglichen Posting gebracht, das ich nun aber umschreibe.
Wie jeder Autor, Schriftsteller, Indie-Creative-Typ, oder wie auch immer man all jene nennen mag, die Kurzgeschichten, Gedichte, kurze Texte, Thriller oder Romane veröffentlichen, ob nun als gedrucktes Buch oder als E-Book bei Amazon im kindle Store, BookRix.de oder sonsteinem Anbieter, so träume auch ich davon, Leserinnen und Leser in meinen Bann zu ziehen, indem sie in meine erfundenen Geschichten hineingezogen werden. Ich wünsche mir, dass meine Art, zu schreiben, die – so glaube ich – recht eigen ist, Menschen gefällt und sie fesselt.
Meine erfundenen Geschichten, die meist in der fiktiven amerikanischen Millionenstadt Hitchten spielen, würde ich als bestimmt nicht oberflächlich, dennoch eher leicht und locker geschrieben, beschreiben. Ich mag schon das Tiefgründige und Mehrdeutiges oder Nachdenkliches. Und ich denke, all das ist in meinen Geschichten, die von der Art her aber vielleicht möglicherweise eher im positiven Sinn „Fast Food“ sind, enthalten.
Ich selbst bevorzuge es, von dem Schreibstil eher „leichtere Geschichten und Texte“ zu lesen, so wie beispielsweise jene von Stephen King (dessen eben doch eher „simple“ Art, zu schreiben, ich grandios finde), von Richard Laymon oder Dean Koontz.
Aber warum irgendwie gar keiner an meinen Veröffentlichungen zu interessiert sein scheint, das verstehe ich wirklich nicht. Was soll das? Sind all jene Stories wirklich so wenig lesenswert? Das mag ich kaum glauben, denn jede Geschichte, die ich bisher geschrieben habe, steckt nicht nur voller Hingabe und Phantasie, die Stories bieten auch häufig Nachdenkenswertes, Spannung, Persönliches, (Musik-)Zitate, Horror, üble Charaktere voller Bösartigkeit, Seltsames, Humor, Schönes, Großes, Kleines, Stranges und sind voller Enthusiasmus und totaler Liebe für die jeweilige Geschichte bzw. den Text entstanden.
Ich hoffe so sehr, Leserinnen und Leser zu finden und Rückmeldungen zu bekommen, die tatsächlich gerne auch negativ sein können, wenn die Meinung einfach an sich ehrlich ist. Aber alle, die Geschichten und Texte schreiben, wünschen sich doch irgendwie, dass das alles auch gelesen wird. Ich auch, so ehrlich bin ich gerne. 😉
Vielleicht sind meine Geschichten ja auch wirklich uninteressant oder zu eigen und komisch verfasst, enthalten nichts, was Menschen lesenswert finden (was ich alles nicht hoffe), oder aber sie bieten vielleicht DOCH viel Originelles und Eigenes, sind verrückt und merkwürdig, verschwinden aber bedauerlicherweise alle umgehend nach deren Veröffentlichung in irgendeinem Loch, einem Bermuda-Dreieck, können gar nicht mehr wahrgenommen werden. Komisch.
Derart ignoriert zu werden, so als habe man noch gar nichts in seinem Leben an Kurzgeschichten oder Romanen oder Thrillern releast, ist bitter und kann einen Menschen soweit bringen, sich mit einem sehr ausführlichen Post (wie meinem ursprünglichen) mit jeder Menge Gedanken über seine Veröffentlichungen und das/sein Schreiben an sich vom Traum, seine große Leidenschaft neben der Musik – die Schriftstellerei – würde ihm Leserinnen und Leser bescheren, zu Wort zu melden.
Ich liebe es von ganzem Herzen, Geschichten zu erfinden, Charaktere zum Leben zu erwecken, Handlungen entstehen zu lassen, Stimmungen und Atmosphären zu schaffen. Und ich werde immer schreiben, immer Geschichten veröffentlichen, und wünsche mir, dass irgendwer da ist, der es einfach cool findet, oder schön, oder interessant, eine Geschichte von mir zu lesen.
Stolz bin ich auf jede Geschichte, die entstanden ist. Ob das nun eine deprimierende, kurze nachdenkliche (und leider sehr persönliche und wahre) Short Story wie „Stille“ aus dem E-Book „Trashig, düster, laut & hässlich“ (www.hitchten.de/trashigduesterlautundhaesslich/) ist, oder aber der Psycho-Thriller „Angst“ (www.hitchten.de/angst/), in welchem ein krankes Monstrum nicht nur ein widerlicher, von seiner Sucht getriebener Serienkiller ist, sondern auch ein Mensch mit schönen und guten Seiten, und in welchem (durchsetzt mit einigen Prisen Humor) viele seltsame Dinge geschehen. Diesen Thriller habe ich die letzten Seiten betreffend leicht aktualisiert ein letztes Mal am 7. Juli 2015 aktualisiert an Amazon übermittelt.
Ohne Rückmeldungen zu bekommen (jedem, der schreibt, sind ehrliche zwei Sterne bei einer Rezension bei Amazon lieber als gar kein Feedback), entsteht eine gewisse Enttäuschung und auch Traurigkeit bei jedem Schöpfer von Geschichten.
Ja, das Schreiben ist Hingabe, Spaß, eine Liebe und etwas, das man sich nicht aussucht, aber das Schreiben ist auch eine Menge Arbeit. Ich selbst werde immer weiter Geschichten schreiben, da ich gar nicht anders kann.
Ich wünsche mir rund um die veröffentlichten Geschichten von mir (siehe www.hitchten.de), ob nun die Short Story-Kurzgeschichten-Sammlung „Trashig, düster, laut & hässlich“ („Böse Stories und ein musikalischer Bonustrack“) (www.hitchten.de/trashigduesterlautundhaesslich/) oder „8 Stories“ (enthält acht eher nachdenkliche Kurzgeschichten, erschien als einziges Buch von mir als gedrucktes Printbuch bei Books on Demand für 15,90 €) (www.hitchten.de/8stories/), Leserinnen und Leser mit meiner Stories in andere Welten und seltsame Momente zu entführen.
Ja, ich träume davon, Fans zu bekommen, die meine Geschichten oder einzelne Personen daraus mögen. Ich wünsche mir, dass Menschen meine Bücher kaufen, vor allem aber, dass die Geschichten durch Lesen lebendig werden, zum Leben erwachen. Schön wäre natürlich, wenn jemand – ob positiv oder negativ !, das meine ich ernst – ein paar Zeilen über meine Veröffentlichungen los wird.
www.hitchten.de listet sie auf, all meine Geschichten (na ja, lange nicht alle, aber eben die veröffentlichten). Ich liebe sie, weil jede direkt aus meinem Herzen kommt, weil so viel Verarbeitetes und Persönliches in den Büchern steckt. Mir bedeutet auch „The Bates … Von trashigem Garagensound & lauwarmer Fertigpizza: From a real cool time ‚til the bitter end“ sehr, sehr viel. Dabei handelt es sich um ein Fanbuch über die musikalisch größte Liebe in meinem Leben: Die Band „THE BATES“ rund um Zimbl.  (www.hitchten.de/batesbuch/)

Kommt schon, Leute, klickt bei Facebook, wo meine Bücher Seiten haben, mal auf den „Gefällt mir“-Daumen, twittert über eine Geschichte von Linus Lumpitzsch, schreibt zum Teufel nochmal ein Posting in eurem Blog. Und ja, auch dann, wenn ihr die Geschichte grottenschlecht fandet, aber noch viel mehr, wenn es sich gelohnt hat, sie zu lesen. Das wäre wirklich schön!
Nur durch solche Aktionen und vor allem durch Rezensionen (wenn ehrlich, dann auch gerne 1 Stern) können es unbekannte Autoren schaffen, irgendwie ein bisschen als Geschichten-Erfinder und Storyerzähler wahrgenommen zu werden.
Mir ist das leider bisher nicht passiert, dass jemand über eine Geschichte von mir irgendeinen Kommentar losgeworden ist, abgesehen von zwei Rezensionen zu „Liebst Du?“ bei Amazon (http://www.hitchten.de/trashigduesterlautundhaesslich/e-book-trashigduesterlautundhaesslich-inhalt-diestories-02b.htm), über die ich mich riesig gefreut habe. Es hat auch nicht ein Radiosender oder eine Zeitschrift bisher einfach mal ein E-Book von Linus Lumpitzsch besprochen (DAS SOLLT IHR ABER BITTE TUN), oder ein anderer glücklicher Umstand.
Entstanden ist jede Geschichte mit sehr viel Herzblut, ich liebe einige Charaktere, hasse dafür andere umso mehr. Ich wünsche mir sehr, dass die Geschichten durch Leserinnen und Leser zum Leben erwachen können.
„Angst“, „8 Stories“, „Liebst Du?“, „Dunkel“, „Trashig, düster, laut & hässlich“ („Böse Stories und ein musikalischer Bonustrack“), das sind ein paar meiner bisher veröffentlichten Geschichten bzw. E-Books oder gedruckten Bücher.
Eine Story ist „Das Foto“, jene Horror-Geschichte aus 8 Stories, in welcher ein seltsamer chinesischer Ladenbesitzer eine Menge Spaß auf Kosten anderer hat. „Dunkelheit & Sonnenschein“ ist eine Geschichte über die Liebe, über Enttäuschung, sie handelt von Gewinn, von Verlust, von Lebensmüdigkeit, aber auch dem Erwachen von Lust auf das Leben.
„Smoking Man and shooted Losers“ ist eine (zugegeben viel zu ausführliche) Geschichte rund um zwei Freunde, die sich verzweifelt auf die Suche nach einer Western-Trilogie begeben, wobei die Story sich zu einer Zeit weit vor dem Internet und DVDs ereignet. Albert Weekle aus „Ein anderes Leben“: Ein gefeierter Hollywoodstar erhält eine schockierende Diagnose und überdenkt auf einen Schlag sein Glitzerleben in Reichtum! „Das Haus“, jene leider etwas langatmige, hoffentlich aber auch originelle Einstiegsgeschichte in „8 Stories“, handelt von Freunden und mir, berichtet davon, wie wir in einem verrottenden (nur scheinbar?) verlassenen Haus eine übernatürliche Erfahrung machen und ein seltsames Erlebnis haben.
„Handel“ aus „8 Stories“, jene Geschichte, in welcher Elwood einem Anrufer – Peter Kaine – seine Seele verkauft.
„Mr. Demage“ treibt vielleicht irgendwann wieder Schabernack?
„Freundschaft und Einsamkeit“ ist sicherlich traurig, war mir aber zu schreiben sehr wichtig. Diese Geschichte – erzählt aufgeschrieben aus der Sicht von einem der beiden – berichtet über die Freundschaft von Serafin mit einem anderen Menschen und wie und warum sich plötzlich Vieles veränderte.
„Stuff“, eine Geschichte über Drogen rund um Bruce Drunken und drei weitere Personen sowie ihren merkwürdigen Gastgeber Bruno Drunato, der vordergründig bei der Suchtbekämpfung helfen möchte, hintergründig jedoch ein Buch mit sieben Siegeln ist, wird bei Amazon weiterhin kostenlos zu haben sein.
„Liebst Du?“ ist eine Horrorgeschichte, in welcher Harold Brookleton zuerst eine komische Anzeige entdeckt, dann von einer Stimme in seinem Kopf terrorisiert wird, um schließlich die Bekanntschaft mit dem nicht blinzelnden Thaddäus B. Fitzgerald zu machen, welcher Harolds Leben in einen Albtraum verwandelt und vielleicht kein Mensch ist.
Verarbeiten kann ich viel durch das Schreiben, ich würde mich freuen, wenn manch eine(r) die sympathischen Typen in „Flucht“ nach ihrem Bankraub begleitet. Frank Fuhrmann in „Die kalte Nacht“ sollte zur Hölle fahren.
Mal sehen, was mit den bisher noch nicht überarbeiteten Büchern „Zweifel“, „Terlington und das blutige Klappmesser“, „Frei“, „Die Lust, zu töten“ und „Sarah“ geschieht. Sie auszuarbeiten und zum Teil zu veröffentlichen, das kommt vielleicht ja noch. Oder einige weitere der unveröffentlichten Kurzgeschichten und all die Gedichte und nachdenklichen oder wirren Texte.
In der Geschichte „Die Lust, zu töten“ kommen übrigens „THE UNPOSSIBLE DELINQUENTES“, jene Musikband, die in vielen meiner Geschichten erwähnt wird, ausführlich vor.
Sowieso: Manche Charaktere in verschiedenen meiner Geschichten vorkommen zu lassen (zum Beispiel den Obdachlosen Woody, der immer mal wieder auftaucht, oder Billy Blank und Norman Queer aus „Angst“ in der letzten Fassung von „Liebst Du?“), oder Querverweise, das macht viel Spaß.

Die folgenden Internet-Seiten bieten ebenso wie die Facebookseiten und Postings in Blogs Infos zu meinen Geschichten.

http://www.hitchten.de
http://www.hitchten.de/angst/
http://www.hitchten.de/8stories/
http://www.hitchten.de/trashigduesterlautundhaesslich/
http://www.hitchten.de/batesbuch/

Dankeschön an jene, die bereits eine Geschichte von mir gelesen haben.
Wer etwas von mir liest, die/der weiß über unzählige meiner Lieblingslieder Bescheid, denn in fast jeder Geschichte kommt in irgendeiner Form viel Musik vor (ob nun „The Boxer“ von Simon & Garfunkel, The Bates und vor allem auch The Rolling Stones: Die Stones sind irgendwie ohnehin jene eine Band, die in wirklich den meisten meiner Stories vorkommt, besonders häufig im Thriller „Angst“).

Linus Lumpitzsch (lumpitzsch.linus@gmail.com) schreibt Geschichte(n), und das ist auch gut so.

Viel Spaß und eine gute Zeit beim Lesen meiner Stories.

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Ausgewählte Auszüge aus dem E-Book-Thriller ››ANGST‹‹ von Julius Cyphandrius/Linus Lumpitzsch (von außerhalb der Leseprobe)

Ausgewählte Auszüge aus dem E-Book-Thriller ››ANGST‹‹ von Julius Cyphandrius | Linus Lumpitzsch (von außerhalb der Leseprobe)

Bild

Cover des Psycho-Thrillers ››ANGST‹‹ von Linus Lumpitzsch (veröäffentlicht unter dem Pseudonym Julius Cyphandrius)

Website zum Buch ››ANGST‹‹ von Linus Lumpitzsch/Julius Cyphandrius: http://www.hitchten.de/angst/
Dort wurden u.a. auch einige Infos über den Autor eingebaut.

Weitere Infos zu ››ANGST‹‹ sowie eine kleine Auflistung verschiedener Charaktere werden auf der Website eingebaut.

Zur Artikelseite des E-Book ››ANGST‹‹ bei Amazon: http://www.amazon.de/Angst-Julius-Cyphandrius-ebook/dp/B00J7RL0C4/ref=la_B00J8NB9XM_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1395831855&sr=1-1

Hier folgen nun ausgewählte Passagen aus dem Thriller ››ANGST‹‹, die NICHT in der regulären Amazon-Leseprobe enthalten sind…

››Jetzt, Billy, holen wir meinen lieben Freund Mills wieder ab. Wenn er sich nicht bereits verdünnisiert haben sollte. Aber selbst dann hätten wir ihn bald wieder. Eine Ratte kehrt stets an die schmutzigen Orte zurück. Darauf war immer Verlass und es wird auch dabei bleiben. Zum Beispiel wäre da seine hübsche, ständig von Country-Gedudel beschallte, miefige Bar.‹‹

[…]

Sie sahen sich ratlos an und sprangen dann förmlich aus dem Streifenwagen.

Ein alter Mann trat zornig auf sie zu.

››Seid ihr auch schon da?‹‹ meinte er mit kratziger, alles andere als gut klingender Stimme.

Der Sarkasmus passte sehr gut zu diesem Mann. Und dennoch interessierte Norman Queer nicht, ob der Alte sauer auf das späte und noch dazu mehr oder weniger zufällige Erscheinen der Polizei war, oder aber nicht.

Er kannte Mills nur allzu gut und vermutete das Schlimmste.

››Ich denke nicht, dass ich jetzt Zeit für Sie habe‹‹, meinte Queer unfreundlich und drückte den Körper des zitternden Alten zur Seite. Wieder waren hysterische Schreie zu hören und dies veranlasste Queer nun, ohne weiteres Zögern in das Café zu gelangen.

Ein blutverschmierter junger Mann rannte weinend aus dem Café.

Außer Atem und starr dreinblickend suchte Norman Queer oberflächlich, dabei die Blicke anderer verängstigter Gäste streifend. Billy Blank folgte ihm langsam.

Das Heulen eines anderen Streifenwagens war zu vernehmen.

››Scheiße‹‹, stammelte Queer und erblickte eine Person, deren Kopf etwas zur Seite gelegt plump auf der Theke lag.[…]

Ein festes Klopfen gegen die hintere seitliche Scheibe des Streifenwagens riss sie aus ihrem Gespräch, als sie an einer Ampel standen. Queer drehte erschrocken, aber noch immer gedankenverloren und mit allem rechnend, den Kopf zur Seite des Fensters.

Er erblickte einen etwa vierzigjährigen Mann, der auch nicht aufhörte, gegen die Scheibe der Türe zu klopfen, als sich Norman Queer zu ihm umgedreht hatte und nun in von Angst erfüllte Augen blickte.

[…]

Diesmal lächelte Burnic Butz nicht. Im Gegenteil wirkte er vollkommen ernst und beinahe ein wenig enttäuscht, weil sie ihm noch immer nicht ihr Vertrauen schenken wollten. Für Burnic Butz war das Vertrauen der wichtigste Grundstein.

In der Tat war er kein schlechter Mensch. Selbstverständlich wollte auch er am Ende seinen Teil des Kuchens abbekommen, aber ein schlechter Mensch war er mitnichten.[…]

Der süße Tod

››Ich sag‘ dir etwas, Süße‹‹, meinte er und lächelte ihr wild entgegen.

Sie rührte sich nicht und starrte ihn nur an, von der Hoffnung begleitet, er würde nicht erneut über sie herfallen. Seit sie ihn vor vielen Jahren während eines Konzertes von Nirvana hier in Hitchten kennengelernt hatte, wurde sie förmlich durch ein durchsichtiges Band an ihn gebunden.

››Was ist? Starrst mich an, als wäre ich ein neues Weltwunder‹‹, sprach der Mann.

Sie strich ihr rotes, langes Haar zurecht und starrte ihn weiter mit ihren wunderschönen grünen Augen an.

››Süße, hab‘ ich dir schon einmal gesagt, wie höllisch schön du bist?‹‹ fragte er und klang dabei, als trüge er diese Frage seit vielen Jahren in sich, nun befreit, da er sie ihr jetzt endlich hatte stellen können.

››Das weiß ich doch, mein Krieger. Erzähl‘ mir, was du los werden möchtest.‹‹

Er schüttelte den Kopf und blickte sie weiterhin fasziniert an.

››Nein, es würde dich nicht interessieren. Das weiß ich.‹‹

Ein großes Gefühl der Trauer begleitete sie, denn ihr wurde bewusst, dass sie ihn nicht mehr liebte. […]

Sie hatte keine Ahnung, was sie verspüren sollte. Nur Leere schien sie zu umgeben.

Dann nahm sie erneut einen langen Zug an der Zigarette und strich über die Tischkante, ihren Blick nicht einen Moment von dem Etikett nehmend.[…]

Ein Lächeln der Zufriedenheit, dennoch auch heimgesucht von einer tiefen Traurigkeit über den jüngsten Verlust, trat in sein Gesicht.

Der Mann mit dem kantigen Gesicht gönnte sich einen Moment der Ruhe, lauschte eine weitere Minute mit geschlossenen Augen und öffnete im Anschluss daran die Türe, welche vom Keller ins Erdgeschoß führte…[…]

Das war dem Wahnsinnigen, der noch immer durch die Lichtkegel der schwächlich scheinenden Lampen hindurch marschierte, nicht als ausfüllend oder in irgendeiner Weise befriedigend vorgekommen.

Er benötigte das Gefühl des gejagt Werdens.

Mit den anderen beiden hatte er den Spieß genau umgedreht. Sie waren immer genau dort erschienen, wo er sie gerne haben wollte. Primitiv und idiotisch. Langeweile pur.

Mit einem Grinsen im Gesicht hatte er dem Haus, aus dem er soeben verschwunden war, einen letzten Blick zugeworfen.

››Zeig mir, was du wirklich draufhast! Komm‘ schon!‹‹

Ein Teil in ihm war wohl ein Sadist, der sich selbst quälen wollte.[…]

››Hier ist Norman Queer. Sind Sie‘s, Burnic?‹‹

Er schien keine Antwort zu bekommen und wiederholte seine Frage ein weiteres Mal.

››Nein, hier ist der Weihnachtsmann. Na klar, du Schwachkopf. Der bin ich. Was gibt‘s?‹‹ fragte Butz zurück.

››Bist du mittlerweile drauf gekommen, wie dieser mysteriöse Name entstanden ist?‹‹

Er betrachtete die vor sich hin glimmende Zigarette.

››Was soll der Scheiß, Mister Queer? Haben Sie diesen Bastard etwa geschnappt? Hören Sie, ich mag es überhaupt nicht, wenn man mich um diese unschöne Zeit aus meinen lieblichsten und wunderbarst schweinischen Träumen reißt.‹‹[…]

Frederic Quickstand rannte aus der Schule. Er fuchtelte wild herum und hatte einen roten Kopf.

››Er hat wieder zugeschlagen! Er hat es wieder getan‹‹, rief er laut aus und fuchtelte weiter mit seinen groben Händen in der Luft herum.

Nun warfen auch die Mädchen einen irritierten und weniger gelangweilten Blick in seine Richtung.

Mortrian Abuzic starrte Frederic Quickstand fassungslos an.[…]

Er war aufs herrlichste erfreut darüber, der Polizei an diesem Tag einen derartig großen Rückschlag zugefügt haben zu können.

Ihm hätte die Tatsache, festgenommen zu werden, nicht sonderlich viel ausgemacht. Zu oft war er bereits eingesessen, hatte sich nur mit Müh‘ und Not von all den perversen Mithäftlingen fernhalten und schützen können. Sie hätten ihn nur dann bekommen, wenn er das nach seinem Auftauchen in der Schule gewollt hätte.[…]

Sie betrachtete ihn mit einem gehörigen Gefühl des Zweifels. Viel zu viel geschah im Moment um sie herum. Aber sie konnte nicht einschätzen, ob sie ihn wirklich liebte.

Manchmal hatte er seine irren, kranken Wunschbilder vor Augen. Mit einem einlullenden Lächeln der Besänftigung sah sie ihn dann immer lange an und spürte stets erneut, dass sie ihm gegenüber auf jedem Fall irgendetwas Besonderes verspürte.

Er war ebenso ratlos wie auch sie selbst das war.[…]

››Weißt du, der Nebel ist wie ein Berg, wie das Leben. Je höher man steigt, desto kraftloser wird man, desto älter. Weil das Leben dann sehr schnell an einem vorbei schreitet.‹‹

Blank und Butz blickten Queer auf dem Beifahrersitz irritiert an. Sie hatten keine Ahnung, was Norman Queer mit seinem beschissenen Gelaber nun wieder auszudrücken versuchte.

››Wir sind bald bei diesem Inder. Billy, du müsstest den Weg von nun an alleine kennen.‹‹

››Das gefällt mir überhaupt nicht. Wir werden große Probleme bekommen‹‹, meinte Blank.[…]

Er starrte sie durch sein Markenzeichen, für das er ein Copyright beantragen sollte – die Rauchwolke –, eine ganze Weile an.

››Heute hat der Kerl nun alles endgültig zur Spitze getrieben. Er hat uns alle bloßgestellt. Meint ihr, ich hatte Spaß daran, meinen Chef eine halbe Stunde am Telefon zu beruhigen zu versuchen? Dieser Typ hat uns alle lächerlich gemacht. Ich möchte von euch einen konkreten Plan zur Aufdeckung dieser Mordserie der Peinlichkeiten sehen. Und zwar um fünfzehn Uhr. Ihr habt also noch eine verfluchte halbe Stunde bis dahin.‹‹

Sie nickten ihm stumm wie dämliche Roboter etwas eingeschüchtert zu und erhoben sich dann vorsichtig, ein weiteres Donnerwetter vermutend. Wie auf Zehenspitzen verließen sie in nahezu geduckter Haltung das Büro von Mortrian Abuzic.

››Heilige Madonna, beeilt euch besser‹‹, meinte Mortrian Abuzic mit fast schon Loopings vollführender, wütender Stimme. Dann ließ er die Zigarre zum Mund fahren und schloss vollkommen entnervt die Augen.[…]

Perfekt.

Er war sehr zufrieden und spürte den unbeschreiblichen Hunger, erneut zu töten, tief in sich.[…]

Sie reagierte nicht auf seine Bitte, sondern sah ihn von der Seite an und plötzlich – für Momente – erkannte sie nicht mehr ihren Mann in ihm.

Dann sprang er auf, um sich in das Schlafzimmer zu begeben. Er hatte eine klare Vorstellung davon, wie er dieses Mal das Appartement verlassen würde. Der Gedanke amüsierte ihn zutiefst.

››Ich meinte das ernst, gleichgültig, was du davon hältst‹‹, schmiss sie ihm mit einer nun scharfen Stimme die Worte hinterher und zündete sich im nächsten Moment eine Zigarette an. Sie spürte eine aufkommende Langeweile in sich, die jedoch schnell verflog, als sie an den weiteren Verlauf der ganzen Sache dachte.[…]

Hunger nach Brutalität

Der Mann mit dem kantigen Gesicht und seiner täuschend echten Maskerade versuchte, sein abgestelltes Auto zu finden. Er vermutete, dass die beiden Herren bereits unterwegs waren. Sehr schnell streifte sein Blick all die Fahrzeuge, bis er seines hocherfreut nach einiger Zeit entdeckte. Er blickte sich um, konnte niemanden entdecken und öffnete die Tür seines Wagens dann mit schauspielerischem Zittern.

Dieses Theater war schwieriger und aufwendiger vorzuspielen, als er dies für möglich gehalten hatte. Ihm bereitete jedoch der Gedanke viel Spaß, die beiden Polizisten abermals vor sich zu sehen.

Als er kurz darauf in seinem Auto saß, startete er den Wagen nicht sofort, sondern umgriff mit beiden ebenfalls mit falscher Haut überzogenen, unechten und alt aussehenden Händen das Lenkrad. Er dachte an Milla Djarulovich und spürte den stechenden Schmerz angesichts der Tatsache, dass sie ihn hinter sich lassen würde. Erst dann drehte er den Zündschlüssel, um den Wagen in Bewegung zu setzen.

Dieser unstillbare Hunger nach Brutalität nagte fest an ihm und ließ ihn nicht einen Moment zu einer Ruhe kommen.[…]

››Wer ist da?‹‹ fragte Shula Bunzciorzic zur Sicherheit und eliminierte zumindest im Moment Christophers Vermutungen betreffend der übersinnlichen Kräfte des Inders.

Sperduler legte sich sein Haar zurecht und verstand den Inder nur schlecht. Er wusste jedoch, dass dies nur die zweite Sicherheitsabfrage war, weshalb er nach einer kurzen Pause, in der er die Bilder der Lehrerin für amerikanische Geschichte – Liza Troggelton – vor Augen hatte, leicht genervt antwortete: ››Der Sandmann, der die Gerechtigkeit über diese Welt bringen wird.‹‹

Ihm erschien es dumm und schwachsinnig, stets diesen Satz sagen zu müssen.[…]

Ein weiterer gellender Schrei sprang explodierend in den Raum und erneut spritzte das Blut. Der Alte, der in Wirklichkeit der Mann mit dem kantigen Gesicht war, lachte immer lauter und verlor nun langsam, ohne dies zu wollen, die gespielte Stimme eines gebrechlichen Alten, der nicht mehr lange zu leben haben sollte.

[…]

Sie nickte nur und drehte sich zu ihm um, sofort die Tränen in seinen Augen erblickend. Sanft strich sie ihm über seine rechte Wange, die sich förmlich heiß anfühlte.

››Überlass‘ das bitte mir. Es ist spät, ich möchte jetzt zu mir nach Hause, alleine sein.‹‹

Sie sah ihn nur noch einmal kurz an, entdeckte sein widerwilliges Nicken, verließ dann sein Zimmer, marschierte durch die Wohnung und war wenige Augenblicke später nur noch in Form ihres wundervollen Duftes bei Timothy, der zu begreifen begann.[…]

Er hoffte inständig, dass seine Frau ihren Teil des Planes im Moment erfolgreich durchführte.

Was ihm bei dem Ganzen nicht sonderlich gefiel, war die Tatsache, dass sie sich von dem Bullen würde ficken lassen. Genau das wollte er selbst jetzt gerne tun. Sein Körper verlangte nach ihr und er erinnerte sich an ihren letzten gemeinsam erlebten Sex. Sie war in der Tat unglaublich dominant und wild im Bett, er würde sie niemals im Leben gehen lassen können.[…]

››Nein, Jones mag ein Egoist sein, ein karrieresüchtiger und korrupter Bulle, aber ich denke nicht, dass er sich irgendwo hat hinlocken lassen, wenn du das glaubst.‹‹

Queer setzte sich auf die Kante des Tisches und dachte nach. Eigentlich wollte er nur Abuzic ein wenig herausfordern und im Augenblick war er sich nicht ganz sicher, ob er ihm nicht doch die Notizen zeigen sollte.[…]

››Tja, ich versuche mein Bestes. Im Augenblick sieht‘s nicht unbedingt rosig aus. Aber ich würde gerne über etwas anderes sprechen. Ansonsten bestünde die Möglichkeit, dass ich vor lauter Wut meinen Kopf gegen die Tischplatte schlage.‹‹

Er deutete auf die Glasplatte des kleinen und runden Tisches und bemerkte dabei beschämt, dass er diese eventuell nach Jahren einmal wieder putzen könnte.

››Auf welchen Fall warst du zuletzt angesetzt? Mich interessiert das wahnsinnig. Der Beruf eines Polizisten muss irrsinnig aufregend sein, Billy. Wenn du nicht willst, musst du’s mir natürlich nicht sagen.‹‹

Den letzten Satz fügte sie erst nach einer Weile an, als sie bemerkte, dass er nicht gerne darüber sprach.[…]

Sie blickte ihn etwas vorwurfsvoll, noch immer von Angst begleitet, an und antwortete nichts. Milla sah ihn einfach nur an und strich ihm mit ihrer warmen linken Hand über die Wange.

Im Aschenbecher brannte eine nun nicht mehr beachtete Zigarette vor sich hin.[…]

Das Neonschild des ››Dollton Pub‹‹ leuchtete immer wieder energisch auf, als sich der Mörder darauf zu bewegte. In seinen Gedanken sah er Milla vor sich, die sich mit dem jüngeren der beiden Polizisten vergnügte. Diese schrecklichen Bilder weckten einen Zorn ungeahnten Ausmaßes in ihm und er marschierte zielstrebig auf die Eingangstüre des Pubs zu. Irgendein irisches Lied war schon von Weitem zu hören. Wahrscheinlich von den Pogues, die spielten doch immer Lieder von den Pogues in diesen dämlichen Pubs.

[…]

Nein, in diesen Augenblicken war er ein wahrhaft lieber Mensch, der mit sich und der Welt zufrieden war, sich sogar ein wenig nach seinen Eltern sehnte. Herrlich, dieses Versinken im Leichten und Unbeschwerten…

Ihn kümmerte auch nicht, dass Milla Djarulovich – seine rothaarige Frau – nicht auftauchen wollte. Zu sehr war er versunken in Erinnerungen, die nun sehr verstärkt in sein Gedächtnis traten.

Bild

››ANGST‹‹

E-Book-Thriller von Julius Cyphandrius (Pseudonym von Linus Lumpitzsch)
Letztmals leicht überarbeitet am 7. Juli 2015 an Amazon übermittelt.

Zur Artikelseite des Buchs bei Amazon: http://www.amazon.de/Angst-Julius-Cyphandrius-ebook/dp/B00J7RL0C4/ref=la_B00J8NB9XM_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1395831855&sr=1-1

Website zum bei Amazon im kindle-Store erhältlichen E-Book ››ANGST‹‹ von Julius Cyphandrius: http://www.hitchten.de/angst/

››ANGST‹‹ (E-Book) Gelesener Einstieg, Teil 6 – Ein Psychothriller von Julius Cyphandrius (Fassung vom 7.9.14)

››ANGST‹‹ (E-Book) Gelesener Einstieg, Teil 6 – Ein Psychothriller von Julius Cyphandrius

Zum Inhalt von ››ANGST‹‹:
Eine mordende Bestie in Menschengestalt verursacht Angst und Schrecken in Hitchten.
Die Polizisten Billy Blank und Norman Queer – ein wenig planlos, aber humorvoll – versuchen, während sie im Laufe ihrer Ermittlungen einer ganzen Reihe merkwürdiger Menschen begegnen, den Serienmörder zu schnappen, wobei sie aber einerseits vor allem ihren Boss Mortrian Abuzic wütend und immer wütender machen, andererseits dafür sorgen, dass der Mann mit dem kantigen Gesicht Blank & Queer eine kleine Notiz hinterlässt…
››Im Irren eurer Ermittlungen vermögt ihr nicht die Sorgfalt meines Tötens zu erkennen. In euren Versuchen des Beendens dieser wundervollen Taten, welche ich aus Liebe zu Gott vollbringe, erscheint ihr mir als erbärmliche, nicht verstehen wollende Kreaturen der Dummheit. Nehmt den Kampf auf und bereitet mir ein wenig Abwechslung!‹‹
Die Jagd hat begonnen, doch wer ist der Jäger, wer der Gejagte?

››ANGST‹‹ ist ein Ende März 2014 exklusiv als E-Book bei Amazon im Kindle Store erschienener Psycho-Thriller (im September 2014 leicht aktualisiert an Amazon übermittelt), der durch einige Prisen Humor und Merkwürdigkeiten bereichert wurde.
Dieser Thriller folgt nicht schlicht einer Ebene, spielt sich auch nicht rein irgendwie in einem blutigen Psychopathen-Gemetzel nach dem vorigen ab, sondern enthält wesentlich mehr Schichten.
Mir war es als Autor auch ein großes Anliegen, bei diesem Roman eine gute Menge Humor mit an Bord zu nehmen, und auf die ein oder andere wirklich seltsame Person wird die Leserin oder der Leser auf jedem Fall stoßen und nicht verzichten müssen.

››ANGST‹‹ erzählt von einer Bestie in Menschengestalt, die aber auch nicht nur einfach etwas Böses und Dunkles ist. Der Thriller begleitet ebenso die Polizisten und Freunde Norman Queer und Billy Blank. Immer wieder mit von der Partie ist zudem der sich nahezu ständig mitten in einem Wutausbruch befindliche Revierchef Mortrian Abuzic, und dann sind da auch nachdenkliche und vielleicht schöne Momente, viele schräge Typen, und eine Menge Merkwürdigkeiten. 😉

Zur Buch-Seite zu ››ANGST‹‹ bei Amazon:
http://www.amazon.de/Angst-Julius-Cyphandrius-ebook/dp/B00J7RL0C4/ref=la_B00J8NB9XM_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1395831855&sr=1-1

Zur Website zu ››ANGST‹‹:
http://www.hitchten.de/angst/

››ANGST‹‹ (E-Book) Gelesener Einstieg, Teil 5 – Ein Psychothriller von Julius Cyphandrius (Fassung vom 7.9.14)

››ANGST‹‹ (E-Book) Gelesener Einstieg, Teil 5 – Ein Psychothriller von Julius Cyphandrius

Zum Inhalt von ››ANGST‹‹:
Eine mordende Bestie in Menschengestalt verursacht Angst und Schrecken in Hitchten.
Die Polizisten Billy Blank und Norman Queer – ein wenig planlos, aber humorvoll – versuchen, während sie im Laufe ihrer Ermittlungen einer ganzen Reihe merkwürdiger Menschen begegnen, den Serienmörder zu schnappen, wobei sie aber einerseits vor allem ihren Boss Mortrian Abuzic wütend und immer wütender machen, andererseits dafür sorgen, dass der Mann mit dem kantigen Gesicht Blank & Queer eine kleine Notiz hinterlässt…
››Im Irren eurer Ermittlungen vermögt ihr nicht die Sorgfalt meines Tötens zu erkennen. In euren Versuchen des Beendens dieser wundervollen Taten, welche ich aus Liebe zu Gott vollbringe, erscheint ihr mir als erbärmliche, nicht verstehen wollende Kreaturen der Dummheit. Nehmt den Kampf auf und bereitet mir ein wenig Abwechslung!‹‹
Die Jagd hat begonnen, doch wer ist der Jäger, wer der Gejagte?

››ANGST‹‹ ist ein Ende März 2014 exklusiv als E-Book bei Amazon im Kindle Store erschienener Psycho-Thriller (im September 2014 leicht aktualisiert an Amazon übermittelt), der durch einige Prisen Humor und Merkwürdigkeiten bereichert wurde.
Dieser Thriller folgt nicht schlicht einer Ebene, spielt sich auch nicht rein irgendwie in einem blutigen Psychopathen-Gemetzel nach dem vorigen ab, sondern enthält wesentlich mehr Schichten.
Mir war es als Autor auch ein großes Anliegen, bei diesem Roman eine gute Menge Humor mit an Bord zu nehmen, und auf die ein oder andere wirklich seltsame Person wird die Leserin oder der Leser auf jedem Fall stoßen und nicht verzichten müssen.

››ANGST‹‹ erzählt von einer Bestie in Menschengestalt, die aber auch nicht nur einfach etwas Böses und Dunkles ist. Der Thriller begleitet ebenso die Polizisten und Freunde Norman Queer und Billy Blank. Immer wieder mit von der Partie ist zudem der sich nahezu ständig mitten in einem Wutausbruch befindliche Revierchef Mortrian Abuzic, und dann sind da auch nachdenkliche und vielleicht schöne Momente, viele schräge Typen, und eine Menge Merkwürdigkeiten. 😉

Zur Buch-Seite zu ››ANGST‹‹ bei Amazon:
http://www.amazon.de/Angst-Julius-Cyphandrius-ebook/dp/B00J7RL0C4/ref=la_B00J8NB9XM_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1395831855&sr=1-1

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http://www.hitchten.de/angst/

››ANGST‹‹ (E-Book) Gelesener Einstieg, Teil 4 – Ein Psychothriller von Julius Cyphandrius (Fassung vom 7.9.14)

››ANGST‹‹ (E-Book) Gelesener Einstieg, Teil 4 – Ein Psychothriller von Julius Cyphandrius

Zum Inhalt von ››ANGST‹‹:
Eine mordende Bestie in Menschengestalt verursacht Angst und Schrecken in Hitchten.
Die Polizisten Billy Blank und Norman Queer – ein wenig planlos, aber humorvoll – versuchen, während sie im Laufe ihrer Ermittlungen einer ganzen Reihe merkwürdiger Menschen begegnen, den Serienmörder zu schnappen, wobei sie aber einerseits vor allem ihren Boss Mortrian Abuzic wütend und immer wütender machen, andererseits dafür sorgen, dass der Mann mit dem kantigen Gesicht Blank & Queer eine kleine Notiz hinterlässt…
››Im Irren eurer Ermittlungen vermögt ihr nicht die Sorgfalt meines Tötens zu erkennen. In euren Versuchen des Beendens dieser wundervollen Taten, welche ich aus Liebe zu Gott vollbringe, erscheint ihr mir als erbärmliche, nicht verstehen wollende Kreaturen der Dummheit. Nehmt den Kampf auf und bereitet mir ein wenig Abwechslung!‹‹
Die Jagd hat begonnen, doch wer ist der Jäger, wer der Gejagte?

››ANGST‹‹ ist ein Ende März 2014 exklusiv als E-Book bei Amazon im Kindle Store erschienener Psycho-Thriller (im September 2014 leicht aktualisiert an Amazon übermittelt), der durch einige Prisen Humor und Merkwürdigkeiten bereichert wurde.

Dieser Thriller folgt nicht schlicht einer Ebene, spielt sich auch nicht rein irgendwie in einem blutigen Psychopathen-Gemetzel nach dem vorigen ab, sondern enthält wesentlich mehr Schichten.
Mir war es als Autor auch ein großes Anliegen, bei diesem Roman eine gute Menge Humor mit an Bord zu nehmen, und auf die ein oder andere wirklich seltsame Person wird die Leserin oder der Leser auf jedem Fall stoßen und nicht verzichten müssen.

››ANGST‹‹ erzählt von einer Bestie in Menschengestalt, die aber auch nicht nur einfach etwas Böses und Dunkles ist. Der Thriller begleitet ebenso die Polizisten und Freunde Norman Queer und Billy Blank. Immer wieder mit von der Partie ist zudem der sich nahezu ständig mitten in einem Wutausbruch befindliche Revierchef Mortrian Abuzic, und dann sind da auch nachdenkliche und vielleicht schöne Momente, viele schräge Typen, und eine Menge Merkwürdigkeiten. 😉

Zur Buch-Seite zu ››ANGST‹‹ bei Amazon:
http://www.amazon.de/Angst-Julius-Cyphandrius-ebook/dp/B00J7RL0C4/ref=la_B00J8NB9XM_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1395831855&sr=1-1

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››ANGST‹‹ (E-Book) Gelesener Einstieg, Teil 3 – Ein Psychothriller von Julius Cyphandrius (Fassung vom 7.9.14)

››ANGST‹‹ (E-Book) Gelesener Einstieg, Teil 3 – Ein Psychothriller von Julius Cyphandrius

Zum Inhalt von ››ANGST‹‹:
Eine mordende Bestie in Menschengestalt verursacht Angst und Schrecken in Hitchten.
Die Polizisten Billy Blank und Norman Queer – ein wenig planlos, aber humorvoll – versuchen, während sie im Laufe ihrer Ermittlungen einer ganzen Reihe merkwürdiger Menschen begegnen, den Serienmörder zu schnappen, wobei sie aber einerseits vor allem ihren Boss Mortrian Abuzic wütend und immer wütender machen, andererseits dafür sorgen, dass der Mann mit dem kantigen Gesicht Blank & Queer eine kleine Notiz hinterlässt…
››Im Irren eurer Ermittlungen vermögt ihr nicht die Sorgfalt meines Tötens zu erkennen. In euren Versuchen des Beendens dieser wundervollen Taten, welche ich aus Liebe zu Gott vollbringe, erscheint ihr mir als erbärmliche, nicht verstehen wollende Kreaturen der Dummheit. Nehmt den Kampf auf und bereitet mir ein wenig Abwechslung!‹‹
Die Jagd hat begonnen, doch wer ist der Jäger, wer der Gejagte?

››ANGST‹‹ ist ein Ende März 2014 exklusiv als E-Book bei Amazon im Kindle Store erschienener Psycho-Thriller (im September 2014 leicht aktualisiert an Amazon übermittelt), der durch einige Prisen Humor und Merkwürdigkeiten bereichert wurde.
Dieser Thriller folgt nicht schlicht einer Ebene, spielt sich auch nicht rein irgendwie in einem blutigen Psychopathen-Gemetzel nach dem vorigen ab, sondern enthält wesentlich mehr Schichten.
Mir war es als Autor auch ein großes Anliegen, bei diesem Roman eine gute Menge Humor mit an Bord zu nehmen, und auf die ein oder andere wirklich seltsame Person wird die Leserin oder der Leser auf jedem Fall stoßen und nicht verzichten müssen.

››ANGST‹‹ erzählt von einer Bestie in Menschengestalt, die aber auch nicht nur einfach etwas Böses und Dunkles ist. Der Thriller begleitet ebenso die Polizisten und Freunde Norman Queer und Billy Blank. Immer wieder mit von der Partie ist zudem der sich nahezu ständig mitten in einem Wutausbruch befindliche Revierchef Mortrian Abuzic, und dann sind da auch nachdenkliche und vielleicht schöne Momente, viele schräge Typen, und eine Menge Merkwürdigkeiten. 😉

Zur Buch-Seite zu ››ANGST‹‹ bei Amazon:
http://www.amazon.de/Angst-Julius-Cyphandrius-ebook/dp/B00J7RL0C4/ref=la_B00J8NB9XM_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1395831855&sr=1-1

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››ANGST‹‹ (E-Book) Gelesener Einstieg, Teil 2 – Ein Psychothriller von Julius Cyphandrius (Fassung vom 7.9.14)

››ANGST‹‹ (E-Book) Gelesener Einstieg, Teil 2 – Ein Psychothriller von Julius Cyphandrius

Zum Inhalt von ››ANGST‹‹:
Eine mordende Bestie in Menschengestalt verursacht Angst und Schrecken in Hitchten.
Die Polizisten Billy Blank und Norman Queer – ein wenig planlos, aber humorvoll – versuchen, während sie im Laufe ihrer Ermittlungen einer ganzen Reihe merkwürdiger Menschen begegnen, den Serienmörder zu schnappen, wobei sie aber einerseits vor allem ihren Boss Mortrian Abuzic wütend und immer wütender machen, andererseits dafür sorgen, dass der Mann mit dem kantigen Gesicht Blank & Queer eine kleine Notiz hinterlässt…
››Im Irren eurer Ermittlungen vermögt ihr nicht die Sorgfalt meines Tötens zu erkennen. In euren Versuchen des Beendens dieser wundervollen Taten, welche ich aus Liebe zu Gott vollbringe, erscheint ihr mir als erbärmliche, nicht verstehen wollende Kreaturen der Dummheit. Nehmt den Kampf auf und bereitet mir ein wenig Abwechslung!‹‹
Die Jagd hat begonnen, doch wer ist der Jäger, wer der Gejagte?

››ANGST‹‹ ist ein Ende März 2014 exklusiv als E-Book bei Amazon im Kindle Store erschienener Psycho-Thriller (im September 2014 leicht aktualisiert an Amazon übermittelt), der durch einige Prisen Humor und Merkwürdigkeiten bereichert wurde.
Dieser Thriller folgt nicht schlicht einer Ebene, spielt sich auch nicht rein irgendwie in einem blutigen Psychopathen-Gemetzel nach dem vorigen ab, sondern enthält wesentlich mehr Schichten.
Mir war es als Autor auch ein großes Anliegen, bei diesem Roman eine gute Menge Humor mit an Bord zu nehmen, und auf die ein oder andere wirklich seltsame Person wird die Leserin oder der Leser auf jedem Fall stoßen und nicht verzichten müssen.

››ANGST‹‹ erzählt von einer Bestie in Menschengestalt, die aber auch nicht nur einfach etwas Böses und Dunkles ist. Der Thriller begleitet ebenso die Polizisten und Freunde Norman Queer und Billy Blank. Immer wieder mit von der Partie ist zudem der sich nahezu ständig mitten in einem Wutausbruch befindliche Revierchef Mortrian Abuzic, und dann sind da auch nachdenkliche und vielleicht schöne Momente, viele schräge Typen, und eine Menge Merkwürdigkeiten. 😉

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http://www.amazon.de/Angst-Julius-Cyphandrius-ebook/dp/B00J7RL0C4/ref=la_B00J8NB9XM_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1395831855&sr=1-1

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››ANGST‹‹ (E-Book) Gelesener Einstieg, Teil 1 – Ein Psychothriller von Julius Cyphandrius (Fassung vom 7.9.14)

››ANGST‹‹ (E-Book) Gelesener Einstieg, Teil 1 – Ein Psychothriller von Julius Cyphandrius

Zum Inhalt von ››ANGST‹‹:
Eine mordende Bestie in Menschengestalt verursacht Angst und Schrecken in Hitchten.
Die Polizisten Billy Blank und Norman Queer – ein wenig planlos, aber humorvoll – versuchen, während sie im Laufe ihrer Ermittlungen einer ganzen Reihe merkwürdiger Menschen begegnen, den Serienmörder zu schnappen, wobei sie aber einerseits vor allem ihren Boss Mortrian Abuzic wütend und immer wütender machen, andererseits dafür sorgen, dass der Mann mit dem kantigen Gesicht Blank & Queer eine kleine Notiz hinterlässt…
››Im Irren eurer Ermittlungen vermögt ihr nicht die Sorgfalt meines Tötens zu erkennen. In euren Versuchen des Beendens dieser wundervollen Taten, welche ich aus Liebe zu Gott vollbringe, erscheint ihr mir als erbärmliche, nicht verstehen wollende Kreaturen der Dummheit. Nehmt den Kampf auf und bereitet mir ein wenig Abwechslung!‹‹
Die Jagd hat begonnen, doch wer ist der Jäger, wer der Gejagte?

››ANGST‹‹ ist ein Ende März 2014 exklusiv als E-Book bei Amazon im Kindle Store erschienener Psycho-Thriller, der durch einige Prisen Humor und Merkwürdigkeiten bereichert wurde. Eine speziell das „Intro“ betreffend überarbeitete Fassung ist seit 8.9.2014 bei Amazon verfügbar. So ist nun die endgültige Fassung online. Viel Spaß damit. 😉

Dieser Thriller folgt nicht schlicht einer Ebene, spielt sich auch nicht rein irgendwie in einem blutigen Psychopathen-Gemetzel nach dem vorigen ab, sondern enthält wesentlich mehr Schichten.
Mir war es als Autor auch ein großes Anliegen, bei diesem Roman eine gute Menge Humor mit an Bord zu nehmen, und auf die ein oder andere wirklich seltsame Person wird die Leserin oder der Leser auf jedem Fall stoßen und nicht verzichten müssen.

››ANGST‹‹ erzählt von einer Bestie in Menschengestalt, die aber auch nicht nur einfach etwas Böses und Dunkles ist. Der Thriller begleitet ebenso die Polizisten und Freunde Norman Queer und Billy Blank. Immer wieder mit von der Partie ist zudem der sich nahezu ständig mitten in einem Wutausbruch befindliche Revierchef Mortrian Abuzic, und dann sind da auch nachdenkliche und vielleicht schöne Momente, viele schräge Typen, und eine Menge Merkwürdigkeiten. 😉

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Website des E-Book-Psychothrillers ››ANGST‹‹
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››ANGST‹‹ (E-Book) – Ein Psychothriller von Julius Cyphandrius (Linus Lumpitzsch) Audio-Video mit Infos zum Buch

››ANGST‹‹ (E-Book) – Ein Psychothriller von Linus Lumpitzsch (Pseudonym = Julius Cyphandrius)
Hier gibts in Video- bzw. Audioform einige zusätzliche Infos zu dem E-Book.

Zum Inhalt von ››ANGST‹‹:
Eine mordende Bestie in Menschengestalt verursacht Angst und Schrecken in Hitchten.
Die Polizisten Billy Blank und Norman Queer – ein wenig planlos, aber humorvoll – versuchen, während sie im Laufe ihrer Ermittlungen einer ganzen Reihe merkwürdiger Menschen begegnen, den Serienmörder zu schnappen, wobei sie aber einerseits vor allem ihren Boss Mortrian Abuzic wütend und immer wütender machen, andererseits dafür sorgen, dass der Mann mit dem kantigen Gesicht Blank & Queer eine kleine Notiz hinterlässt…
››Im Irren eurer Ermittlungen vermögt ihr nicht die Sorgfalt meines Tötens zu erkennen. In euren Versuchen des Beendens dieser wundervollen Taten, welche ich aus Liebe zu Gott vollbringe, erscheint ihr mir als erbärmliche, nicht verstehen wollende Kreaturen der Dummheit. Nehmt den Kampf auf und bereitet mir ein wenig Abwechslung!‹‹
Die Jagd hat begonnen, doch wer ist der Jäger, wer der Gejagte?

››ANGST‹‹ ist ein Ende März 2014 exklusiv als E-Book bei Amazon im Kindle Store erschienener Psycho-Thriller (am 7. Juli 2015 letztmals leicht aktualisiert an Amazon übermittelt), der durch einige Prisen Humor und Merkwürdigkeiten bereichert wurde.
Dieser Thriller folgt nicht schlicht einer Ebene, spielt sich auch nicht rein irgendwie in einem blutigen Psychopathen-Gemetzel nach dem vorigen ab, sondern enthält wesentlich mehr Schichten.
Mir war es als Autor auch ein großes Anliegen, bei diesem Roman eine gute Menge Humor mit an Bord zu nehmen, und auf die ein oder andere wirklich seltsame Person wird die Leserin oder der Leser auf jedem Fall stoßen und nicht verzichten müssen.

››ANGST‹‹ erzählt von einer Bestie in Menschengestalt, die aber auch nicht nur einfach etwas Böses und Dunkles ist. Der Thriller begleitet ebenso die Polizisten und Freunde Norman Queer und Billy Blank. Immer wieder mit von der Partie ist zudem der sich nahezu ständig mitten in einem Wutausbruch befindliche Revierchef Mortrian Abuzic, und dann sind da auch nachdenkliche und vielleicht schöne Momente, viele schräge Typen, und eine Menge Merkwürdigkeiten. 😉

Zur Buch-Seite zu ››ANGST‹‹ bei Amazon:
http://www.amazon.de/Angst-Julius-Cyphandrius-ebook/dp/B00J7RL0C4/ref=la_B00J8NB9XM_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1395831855&sr=1-1

Website des E-Book-Psychothrillers ››ANGST‹‹: http://www.hitchten.de/angst/

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Leseprobe zu ››ANGST‹‹, dem Psychothriller von Julius Cyphandrius (Linus Lumpitzsch) (erschienen als E-Book im März 2014, aktualisiert am 7. Juli 2015)

Bild

Hier folgt nun die Leseprobe zu ››ANGST‹‹, dem Psychothriller von Linus Lumpitzsch, veröffentlicht unter dem Pseudonym Julius Cyphandrius (erschienen als E-Book im März 2014, aktualisierte Fassung vom 7. Juli 2015), der bei Amazon im Kindle Store erhältlich ist.

Website des E-Book-Psychothrillers ››ANGST‹‹ in einem neuen Fenster öffnen: http://www.hitchten.de/angst/

JULIUS CYPHANDRIUS | LINUS LUMPITZSCH
››ANGST‹‹ (Leseprobe)
Psycho-Thriller
– Überarbeitete Fassung vom 7. Juli 2015 –

Inhalt
Eine mordende Bestie in Menschengestalt verursacht Angst und Schrecken in Hitchten.
Die Polizisten Billy Blank und Norman Queer – ein wenig planlos, aber humorvoll – versuchen, während sie im Laufe ihrer Ermittlungen einer ganzen Reihe merkwürdiger Menschen begegnen, den Serienmörder zu schnappen, wobei sie aber einerseits vor allem ihren Boss Mortrian Abuzic wütend und immer wütender machen, andererseits dafür sorgen, dass der Mann mit dem kantigen Gesicht Blank & Queer eine kleine Notiz hinterlässt…
››Im Irren eurer Ermittlungen vermögt ihr nicht die Sorgfalt meines Tötens zu erkennen. In euren Versuchen des Beendens dieser wundervollen Taten, welche ich aus Liebe zu Gott vollbringe, erscheint ihr mir als erbärmliche, nicht verstehen wollende Kreaturen der Dummheit. Nehmt den Kampf auf und bereitet mir ein wenig Abwechslung!‹‹
Die Jagd hat begonnen, doch wer ist der Jäger, wer der Gejagte?
››ANGST‹‹ ist ein Psycho-Thriller, der durch einige Prisen Humor und Merkwürdigkeiten bereichert und voller Leidenschaft und Enthusiasmus geschrieben wurde.

Julius Cyphandrius ist ein Pseudonym von Linus Lumpitzsch. Der Autor wurde 1976 geboren und liebt neben dem Erfinden und Schreiben von Geschichten auch das Lesen, die Musik und den Film von ganzem Herzen. Eine Übersicht weiterer Veröffentlichungen ist auf www.hitchten.de sowie www.hitchten.de/8stories/veroeffentlichungenvonlinuslumpitzsch.htm zu finden.

Widmung
Dieser Roman ist Anneke gewidmet.

››I’m still looking for these angels in the snow‹‹
36 Crazyfists, ››Slit Wrist Theory‹‹

Intro

››Fuck, diese Bestie hat schon wieder zugeschlagen‹‹, fluchte Norman Queer.

Der kalt schneidende Wind fraß seine Stimme beinahe auf. Er betrachtete abermals die Leiche, wobei sein Hauptaugenmerk auf die Schnitzerei im Gesicht des Getöteten gerichtet war.

Sein Partner Billy Blank stand ein wenig abseits und schüttelte angewidert den Kopf.

Der hell scheinende Mond warf seinen mystischen Schein mitten in den Park, in welchen sie gerufen worden waren.

››Ein Big Mac. Mann, das wär’s jetzt. Oder, was meinst du?‹‹ lautete die Reaktion von Blank. Er sah seinen Partner eine Weile an und ließ seinen Blick dann durch die Gegend schweifen.

Der Mond beschien den leblosen Körper des Ermordeten, als wolle er ihn präsentieren.

››Was für eine Sauerei‹‹, zürnte Police-Officer Queer weiter, nahm einen langen Zug an seiner filterlosen Zigarette, reagierte jedoch auf die kulinarischen Gelüste von Billy Blank nicht im Geringsten.

Der Kauz am Boden war bereits das dritte Opfer in dieser Woche und Norman Queer nervten die ständigen Weckanrufe mitten in der Nacht. Die billige und graue Digitaluhr an seinem rechten Handgelenk zeigte an, dass es kurz nach drei Uhr am Morgen war.

››Eine verdammt kranke Scheiße ist das, Norman‹‹, meinte sein Kollege Billy Blank und blickte erneut auf das blutverschmierte und total verstümmelte Mordopfer.

Die Mordserie, die sich in letzter Zeit in Hitchten-Süd abspielte, was ein einziger Jammer. Irgendein Irrer schien Rache nehmen zu wollen für irgendeinen Mist.

Norman Queer und sein Partner Billy Blank waren die Idioten, die sich nach Meldung des Fundes einer weiteren Leiche in dieser Mordserie an den entsprechenden Tatort begeben mussten. Diese verfluchte, verdammte, beschissene Serie. Konnte sich der Penner nicht ein anderes Hobby auswählen?

››So langsam kotzt mich diese verdammte Arbeit wirklich an‹‹, meinte Billy Blank, stellte jedoch zugleich ein wenig beschämt fest, dass der Anblick der Leiche nicht allzu viel der Rührung bei ihm hervorrief.

Das Funkgerät im Streifenwagen knisterte.

››Wagen sieben, bitte melden! Was is‘ denn heute wieder los mit euch? Seid ihr von ’nem UFO entführt worden, oder was?‹‹ fragte Clarissa Archer in der Zentrale des Polizeireviers.

››Verdammt, lass uns diesen Pechvogel mal genauer anschauen‹‹, gab Queer von sich, nahm einen weiteren Zug an der Zigarette, bemerkte, dass ihm diese im Augenblick nicht im Geringsten schmeckte und schmiss sie folglich von sich.

››Hat dir der schöne Anblick bisher noch nicht gereicht?‹‹ wurde Billy Blank – nun etwas genervt klingend – los und folgte seinem Partner in Richtung des Getöteten.

Im Lichtkegel der Scheinwerfer des Streifenwagens verging nicht viel Zeit, bis Norman erkannte, dass der mordende Bastard seiner Linie treu geblieben war.

››Verfluchte Scheiße‹‹, brachte Billy Blank stammelnd hervor. Auch wenn ihn der Anblick der Leichen, die er an Tatorten zu Genüge zu begutachten hatte, obwohl er erst seit kurzem bei der Polizei Hitchten an Bord war, normalerweise nicht mehr sonderlich kümmerte, so entsetzte ihn jener dieses Opfers nun doch ebenso sehr, wie das offensichtlich auch bei seinem Kollegen Norman Queer der Fall zu sein schien.

››Gib schon die Scheißmeldung durch‹‹, grummelte Norman genervt und angewidert zugleich. Die bescheuerte Arbeit in dieser Drecksstadt Hitchten und jene ihnen anvertraute Mordserie kotzten ihn zutiefst an.

››Er hat nichts daran geändert. Dieser Typ ist die Ausgeburt der Hölle‹‹, entgegnete Blank. Dann verschwand er in Richtung des Streifenwagens, aus dem ohnehin schon wieder über Funk nach ihnen gefahndet wurde.

Queer beobachtete kurz seinen zweiunddreißigjährigen Kollegen mit der witzigen kurzen Lockenfrisur und wandte sich dann dem jüngsten Opfer zu.

Auch in dieser Novembernacht war der Hinweis anonym in der Zentrale eingegangen. Abermals – wie bei jedem bisherigen Anruf im Zusammenhang mit dieser beschissenen Mordserie – hatte wer auch immer von einem öffentlichen Telefon aus angerufen.

Bei der Leiche handelte es sich auch diesmal – so viel erkannte Norman Queer sofort – um einen ihm bekannten Highschool-Lehrer einer Schule aus dem Süden von Hitchten.

Was war das nur für ein Trauerspiel? Die Lehrer dieser Schule schienen den Tod ebenso anzuziehen, wie das ein Haufen Scheiße mit Fliegen zu tun pflegte.

Seit Wochen hagelte es Tote.

Noch im Oktober – vor zwei Wochen – waren zwei Lehrer tot aufgefunden worden. In dieser Woche nun, nachdem in der letzten ausnahmsweise nur ein Lehrer getötet worden war, hatten sie schon wieder den dritten ermordeten Lehrer vor Augen.

Der Hunger irgendeines kranken Ungeheuers schien sich nun wieder deutlich zu steigern.

Wenn diese Scheiße so weiterging, dachte sich Norman, während er dem eisig schneidenden Wind große Beachtung schenkte, würde die Arbeitslosenquote unter den Lehrern zumindest in dieser Stadt bald bei null Prozent liegen.

››Was für ein Bastard ist das?‹‹ stellte Queer dem Wind jene Frage, welche im Augenblick nicht beantwortet werden konnte.

››Weiß der Teufel. Vielleicht irgendein zutiefst verbitterter Schüler? Tja, da bin ich jedenfalls froh, dass ich mich für diesen Job entschieden hab‘, so verdammt scheiße er auch manchmal ist‹‹, entgegnete Blank, als er wieder auftauchte.

››Ist das also wirklich wieder einer von der Highschool-Süd?‹‹

Norman nickte nur kurz und überlegte im Anschluss daran, ob er sich eine weitere Zigarette anstecken sollte. Er entschied sich dazu, das bleiben zu lassen und sah stattdessen seinen Partner an.

››Bringen wir dieses Trauerspiel hinter uns, Billy. Lass uns diesen verfluchten Tatort absichern und rausfinden, ob unser Freund nicht vielleicht doch unvorsichtig geworden ist und hier irgendwo irgendwas außer ’ner Leiche und ’ner Menge Fragezeichen zurückgelassen hat.‹‹

Wenig begeistert nickte Blank, sagte: ››Weißt du? Manchmal frage ich mich, in welch kranker Welt wir leben‹‹, und begann dann mit seiner Arbeit.

Zur Unterstreichung seiner Aussage blickte er erneut auf das radikal zerschnittene und zudem extrem verstümmelte Gesicht des ehemaligen Lehrers, der in dieser Aufmachung prima und sofort in jedem Gruselkabinett des Grauens hätte anfangen können. Dafür wäre es noch nicht mal notwendig, ihm den offensichtlich abgehackten rechten Arm wieder anzunähen.

Seit die beiden in der vergangenen Woche wegen eines Gesprächs mit allen Lehrern der Highschool-Süd von Hitchten zusammengekommen waren, um über den möglichen Schutz der einzelnen Lehrer zu sprechen, kannte er das Gesicht eines jeden einzelnen von ihnen. Norman Queer war mit einem äußerst guten fotografischen Gedächtnis ausgestattet und er konnte sich Gesichter im Gegensatz zu Namen sehr gut merken.

››Was für eine kranke Scheiße. Ist also genauso bearbeitet worden wie die anderen‹‹, warf Billy ziemlich langsam und außerdem recht bleich im Gesicht die Worte in Richtung des dunklen Nachthimmels, um dieses Blutbad nicht betrachten zu müssen.

››Tolle Feststellung, was glaubst du denn? Nein, der sonnt sich hier nur ein bisschen. Ich frag‘ ihn gleich mal, ob er noch ’ne Runde mit uns trinken geht. Ja, verdammt. Ein glatter Stich mitten ins Herz. Und dann hat dieser nette Bursche mit dem Zerstümmeln losgelegt. Hatte wohl Langeweile. Manchmal hab‘ ich wirklich genug von diesem ganzen ekelhaften, kranken, widerlichen Mist.‹‹

Billy Blank erwiderte nichts auf diese Aussage. Er begab sich kopfschüttelnd auf die Suche nach möglichen Spuren oder verlorenen Gegenständen, welche mit dieser Gruseltat zusammenhängen konnten und wünschte sich, Kartenabreißer in irgendeinem beheizten Kino zu sein und jetzt außerdem lieber zu Hause mit einem Bier und ’ner netten Mieze.

››Weit und breit kein Haus. Nix, wo irgendwer was hätte sehen können‹‹, meinte Norman Queer mürrisch und fragte sich, wann der total überflüssige Notarztwagen auftauchen würde und ob Billy bereits einen Leichenwagen angefordert hatte. Außerdem fragte er sich, ob es nicht besser wäre, sich eine andere Arbeit zu suchen.

››Schrecklich‹‹, wurde Queer dann noch los und klang fast selbstmitleidig. Er war unglaublich müde und wünschte sich sehnlichst sein Bett herbei. Mit diesem Horrorscheiß wollte er nichts zu tun haben.

Seit über zehn Jahren arbeitete er nun schon im Streifendienst von Hitchten. In dieser langen Zeit hatte er viel miterlebt und eine Menge Blut und widerlichen Mist gesehen.

Er hatte durchaus auch einige schönen Dinge erlebt: Wenn ihn alte Damen freudig umarmten, weil er ihnen durch spezielle Kletteraktionen eine Katze zurückgebracht hatte, oder wenn er einmal wieder ein kleines Kind, welches sich verirrt hatte, nach Hause brachte.

Aber dieser verfluchte und abscheuliche Fall nun, diese ganze beschissene Mordserie, all die erstochenen, im Gesicht zerschnittenen und zerhackten Opfer, diese ganze kranke Scheiße verlangte ihm doch seine letzten Nerven ab.

Blank suchte noch immer mit seiner stark leuchtenden Taschenlampe nach möglichen Spuren im Kurt Cobain-Gedächtnispark von Hitchten. Bisher hatte er lediglich Abfälle und Hundekot entdecken können, nun ließ seine Geduld langsam aber sicher nach. Er suchte nur noch oberflächlich nach möglichen Rückbleibseln, welche auf die Tat hinweisen konnten.

››Dieser Spinner geht jedes Mal gleich vor. Ein kurzer Stich mit dem Messer und das war es dann auch schon. Zum krönenden Abschluss gibt‘s dann noch eine fröhliche Schnitzarbeit im Gesicht, mal ’nen Arm abgetrennt, mal ’n Bein und fertig. Billy, diese Welt ist sowas von kaputt‹‹, meinte Norman Queer mit einer melancholischen und doch zugleich gelangweilten Stimme.

Blank achtete nicht auf ihn. Er intensivierte erneut seine Suche, richtete seinen Blick wieder zweimal auf jede Stelle und spürte schmerzlich, dass ihm sehr viel Schlaf fehlte. Er hatte heute Nacht auf solch einen Quatsch mit jeder Menge blutiger Soße kein bisschen Lust und begann, über etwas nachzugrübeln.

Wieder blickte sich Queer um und diesmal besiegte ihn der Drang, sich eine Zigarette anzuzünden. Dabei wurde er begleitet von einem großen Schuldgefühl, denn der achtundvierzigjährige große Mann mit den braunen Haaren samt deutlichem Graueinschlag und der leichten Hakennase hatte sich eigentlich geschworen, auf das Rauchen zu verzichten, nachdem sein Husten schlimmer geworden war. Aber im Augenblick kümmerte ihn das so viel wie die Wettervorhersage für die Färöer-Inseln.

Die Motivation war eher unterirdisch anzusiedeln, denn bei all den anderen Tatorten hatte dieser geisteskranke Widerling nicht die geringste Spur hinterlassen. Weshalb sollte es ausgerechnet in dieser stechend windigen und eiskalten Novembernacht anders sein?

››Nichts, Norman‹‹, meinte der in seinen jungen Dienstjahren noch etwas enthusiastischere Billy Blank und schüttelte den Kopf. Dann zog er sich seine Uniform zurecht, da ihn eine kalte Woge des Windes erfasst hatte und trat auf seinen Partner zu, der immer wieder Züge an der filterlosen Zigarette nahm und dazwischen das eine oder andere mal hustete.

››Du solltest diesen Scheiß wirklich lassen.‹‹

Diesem Kommentar von Blank fügte Norman Queer lieber nichts hinzu. Stattdessen strich er sich mit der freien linken Hand durch das Haar und blickte erneut in die Richtung, aus der sie der unnötige Notarztwagen erreichen würde, deren Insassen mal wieder Freikarten für die Horrorshow ergattern würden.

››Haste eigentlich schon den Leichenwagen angefordert?‹‹ fragte Billy, wobei nun Norman für Momente schmunzeln musste, da er an Blanks Kommentar rund um das Rauchen dachte. Dann jedoch schüttelte er den Kopf.

››Immer mit der Ruhe. Hauptsache, wir kommen bald weg von hier.‹‹

Norman nahm einen weiteren Zug an der Zigarette.

Erneut gab das Funkgerät im Streifenwagen sieben ein Knacksen von sich und wieder meldete sich Clarissa.

››Wagen sieben? Norman? Billy? Habt ihr euch schlafen gelegt, oder was? Ist der Notarztwagen schon da? Lebt der Typ überhaupt noch? Ich muss den ganzen Käse doch notieren.‹‹

Ein Lächeln zog sich über Blanks Gesicht. Er hatte Clarissa bei der letzten Jahresfeier des Reviers und im weiteren Verlauf jener wundervollen Nacht eindeutig genauer kennengelernt und dachte daran, demnächst jenes schöne Erlebnis mit ihr wiederholen zu wollen.

Billy Blank bewegte sich kommentarlos und trotzdem grinsend auf den Streifenwagen zu, dessen Scheinwerfer nach wie vor ihre grellen Kegel genau auf den Tatort warfen, an welchem der Lehrer mit wie ein X übereinanderliegenden Beinen und einzelnen um ihn herum verteilten Körperteilen lag, die bis vor kurzer Zeit noch ihm gehört hatten.

Das sah sogar ein Blinder mit Krückstock, der jedoch in Anbetracht dieses Szenarios hier, das auch einem alten Romero-Film hätte entnommen worden sein können, froh sein konnte, nichts zu sehen.

››Süße, da ist noch kein Notarztwagen zu sehen. Schätze, unser Freund hier dürfte kaum noch einen benötigen. Das hat sich für den wohl ein für alle Male erledigt. Ein schwarzer Schlitten scheint angebrachter. Aber wenn du Langeweile hast, …‹‹

Er grinste ihr über das Funkgerät zu.

››Lass den Blödsinn, Billy! Ich bin heut‘ Nacht verdammt genervt. In Hitchten scheint‘s mal wieder drunter und drüber zu gehen. Was für ’ne verfluchte Scheißstadt.‹‹

Billy Blank beobachtete für Augenblicke etwas belustigt Norman, dann wandte er sich wieder dem entfachten Gespräch zu, wobei er schon darüber nachdachte, wie er Clarissa mal wieder in sein Bett bekommen konnte, um sie dort flachzulegen.

Norman Queer fotografierte gerade den toten Körper des Lehrers. Er wirkte dabei keinesfalls so, als knipse er eine Leiche, sondern eher, als habe er sich einen schicken Sonnenuntergang als Motiv auserwählt.

Obwohl auch in ihrem Revier beruflich damit beauftragte Personen für das Fotografieren verantwortlich waren, hatte Norman irgendwann vor Jahren begonnen, heimlich ebenfalls Fotografien der Opfer anzufertigen. Kälte und Distanziertheit, so wie das in seinem Beruf Pflicht war, waren auch nun – und da war er froh darüber – zu ihm zurückgekehrt.

››Ja. Da scheint wieder mal irgend ‘ne Seele verbittert zu sein. Aber wenn diese Scheiße vorbei ist, meinst du, wir könnten dann mal wieder ausgehen?‹‹

Er versuchte, möglichst schüchtern und zurückhaltend zu klingen. Sie lächelte, zumindest hörte es sich über die Leitung des Funks für Billy irgendwie danach an.

››In Ordnung, Billy‹‹, meinte sie und während er sich mit sich ausbreitendem Grinsen im Gesicht freute, beendete sie das Gespräch, da sie eine Meldung eines anderen Streifenwagens hereinbekam.

Nun fuhr der Notarztwagen mit Sirenengeheul vor. Ein routiniertes Team stellte nach kürzester Zeit den Tod des bemitleidenswerten Lehrers fest (welch eine Leistung!) und die Formalitäten wurden erledigt.

Ein Dankeschön für den Gratiseintritt in die Geisterbahn wurde keiner vom entsetzten Notarztteam los. Über sein Mobiltelefon rief der Notarzt den Leichenwagen herbei, auch wenn der Tatort noch weiter zu untersuchen war.

Dann verschwand der Wagen zur nächsten Katastrophe. In Hitchten gab‘s nun mal in letzter Zeit verdammt viel zu tun.

››Scheiße, nicht die kleinste Spur. Verflixt, verdammt und zugenäht. Dieser Penner scheint ‘n verfluchter Profi zu sein‹‹, fluchte Billy Blank und bewegte sich wieder auf den Streifenwagen zu.

››Mal sehen, wie die Bilder werden‹‹, wurde Queer total unzusammenhängend los.

››Schon mal dran gedacht, Fotograf beim Penthouse zu werden?‹‹ schlug Billy Blank seinem Partner vor. ››Ich mein‘ ja nur, dass das vielleicht netter wäre, als diesen schrecklichen Horror-Schrott festzuhalten.‹‹

Kurz sah Norman, der auf den guten Vorschlag nicht im Geringsten einging, noch einmal dorthin, wo einsam und alleine das mehr oder weniger zerstückelte Mordopfer lag. Das würde sich bald ändern, da der offiziell beauftragte Fotograf sowie der Leichenwagen hoffentlich unterwegs waren. In Hitchten ging diesbezüglich mittlerweile alles immer ziemlich schnell und routinemäßig vonstatten. Tote gab’s hier beinahe so viele, wie anderswo Sandkörner am Strand.

Man durfte diese üble Scheiße nicht an sich ranlassen. Dennoch verspürte Norman Queer großes Verlangen danach, diesen mordenden Spinner endlich zu fassen, welcher sie seit Wochen ständig aus dem Schlaf riss und immer wieder mit neuen Kreationen des ekelhaften Schreckens beglückte.

››So ein Haufen gequirlter Mist, Billy. Funk‘ die Zentrale an.‹‹

Billy Blank hatte sich bereits im Wageninneren auf dem Fahrersitz niedergelassen und gab die Neuigkeiten an die Zentrale durch. Diesmal hatte er leider nicht Clarissa am Funkgerät, die sich wahrscheinlich absichtlich hatte ablösen lassen, um nicht nochmal mit dem Schwachkopf quatschen zu müssen.

Billy beschränkte sich auf die nötigsten Informationen, ließ aber eine zusätzliche Info über seinen Partner folgen, auch wenn die eine Lüge war, von welcher der noch gar nichts wusste.

So viel Ärger ihnen das wahrscheinlich auch einbringen würde, er vermisste den Schlaf zutiefst, weswegen er soeben eine Entscheidung getroffen hatte, wegen der er nun eben ein wenig mogeln musste.

Nachdem er anschließend eine schwarze Limousine sowie den Tatort-Fotografen bestellt hatte, warf er für eine Weile seinem noch recht fleißigen Partner Norman Queer einige belustigte Blicke zu.

››Hier ist einfach nichts. Null. Was bringt es uns, wenn wir jetzt wie wild durch diesen bescheuerten Park rennen, am Ende dann aber doch nichts finden?‹‹

Billy Blank wusste nur zu gut, wie unzufrieden Norman Queer stets war, wenn sich ihnen ein neuer Fall auftat, welcher unlösbar schien, so wie sich das nun auch bei jener Lehrer-Mordserie verhielt, bei der sie eher rückwärtsgingen, statt vorwärts zu kommen.

Billy Blank startete den Wagen und warf dabei einen letzten Blick auf den armen Wicht am Boden, der sein Leben ausgehaucht hatte. Im Moment reizte es Blank kein bisschen, hier zu warten, bis die bescheuerten Kollegen angetanzt waren.

››Wir kriegen Riesen-Trouble, Billy. Wenn du jetzt fährst, macht uns Abuzic die Hölle heiß. Und dann war’s das mit dem Job und ich kann mich bei McDonald’s hinter die Theke stellen. Scheiße, die Leiche ist noch nicht mal abtransportiert. Bist du wahnsinnig?‹‹

Doch Billy Blank hörte nicht auf seinen völlig zu Recht total erzürnten Partner, was für den Neuen ziemlich seltsam und ungewöhnlich war. Er winkte Norman Queer ungeduldig und genervt dreinblickend zu sich.

››Wir funken das neuste Kunstwerk dieses Psychopathen den beiden Vollpfeifen durch. Mach‘ ich gleich. Die sind heut‘ Nacht im Einsatz und fahren im Norden Streife. Du hast ’nen leichten Befall von was weiß ich was, weshalb wir heute Nacht leider nicht können. Die Zentrale weiß Bescheid.‹‹

Für Momente überlegte Norman Queer, dann entschied er sich dazu, dass er heute Nacht – wie offensichtlich auch Blank – keine Lust auf diesen blutigen Müll hatte und nickte seinem jungen Partner mit einem Grinsen im Gesicht zu.

››Weise Entscheidung, dafür gibt’s stehende Ovationen. Du musst nur die Augen schließen, dann hörst du sie. Und jetzt in die Blechbüchse, mein Guter‹‹, wurde Blank – nebenbei herzhaft gähnend – los und griff sich das Funkgerät, um Ray und John, die zu bemitleidenden Kollegen, herzubeordern.

Als Blank sowie Queer vor lauter Flüchen und Verwünschungen der Kollegen, die schon in Richtung Park unterwegs waren, noch die Ohren klingelten, setzte Billy Blank den Wagen zurück und kurz darauf waren die beiden von diesem Ort des Gemetzels verschwunden.

Im Revier würde Mortrian Abuzic am Morgen mit Sicherheit seine Wut über das Verhalten seiner beiden Polizisten herauslassen. Aber Blank kümmerte das nicht sonderlich viel. Der Wunsch nach Schlaf tötete alles andere im Moment schlichtweg ab. Außerdem hatten sie bereits zu gute Dienste geleitet, die beiden anderen Volltöffel mussten sie heute Nacht eben mal vertreten, da der arme Queer ganz plötzlich erkrankt war.

››Was bezweckt dieser Typ? Wie kann jemand zu derart Hässlichem in der Lage sein?‹‹ fragte Billy Blank gedankenversunken mit einer für ihn ungewöhnlich rauen Stimme. Er sah auf die Straße vor ihnen und schien plötzlich sehr nachdenklich zu sein.

Norman Queer konnte das zwar verstehen, aber er nahm sich das alles – zumindest meistens – schon lange nicht mehr so sehr zu Herzen, wie sein Partner das noch immer zu tun pflegte. Allerdings drehte er im Kopf halb durch, weil Billy einfach mal eben entschieden hatte, den Leichnam gemütlich dort im Stich zu lassen. Angesichts des Massakers an dem Lehrer in dieser Nacht war er jedoch durchaus selber deutlich angeschlagen und froh darüber, aus diesem Park verschwunden zu sein.

Er kannte seinen neuen Partner inzwischen doch schon ziemlich gut und war sich darüber im Klaren, dass der manchmal eben genau das durchzog, was er wollte, oder wonach ihm der Sinn stand. Und schließlich hatten sie das ja auch irgendwie gerade mal noch so gedeichselt für heute Nacht, wie er zumindest hoffte. Ansonsten würde er vielleicht wirklich bei McDonald’s anfragen müssen.

››Was weiß denn ich? Bin ich Jesus? Dieser kranke Typ ist mit Sicherheit irre. Was sollte er davon haben, all diese Lehrer abzumurksen und kleinzuhacken?‹‹ entgegnete Norman ziemlich barsch und warf Billy einen ratlosen Blick zu.

Billy Blank nickte nur zustimmend mit dem Kopf und murmelte dann etwas Unverständliches. Er wusste nur zu gut, dass aus den Wohnungen und Häusern der Ermordeten im Anschluss an deren unsanftem Ableben nichts entwendet worden war. Raubmord schied auch aus. Vor allem dann, wenn man sich die Opfer betrachtete, war Folgendes ziemlich klar: Hier war Mr. Wahnsinn am Werkeln und hacken.

››Abuzic reißt uns den Kopf ab…‹‹, begann Norman.

››…und scheißt uns in den Hals‹‹, beendete Blank einen der Lieblingsflüche von Mortrian Abuzic. Beide mussten lachen, wobei sie den Ernst der Lage im Augenblick nicht erkennen konnten, da sie der Konzentration beraubt worden waren.

So fuhren sie durch diese windige Nacht, welche von einer gespenstischen Dunkelheit erfüllt war.

Einen Mond schien der Himmel in dieser Nacht mit einem mal nicht mehr zu beheimaten.

Präzise

Sanft streichelte er über die Digitalkamera. Die Bilder seines letzten Opfers hatte er bereits den anderen auf seinem Computer hinzugefügt. Nun betrachtete er zufrieden das seitlich geschossene Foto und spürte eine schöne Zufriedenheit in sich. Wieder einmal war alles bestens verlaufen und das Ganze hatte ihm eine Menge Spaß bereitet.

››Du wirst hier niemals wieder rauskommen. Jedenfalls nicht lebend‹‹, teilte er mit einer sanften und nahezu geflüsterten Stimme einer Gefangenen mit.

Dann schaltete er die Kamera ab.

Für Momente betrachtete er seinen chaotisch übervölkerten Schreibtisch. Dieser stand direkt unter dem Fenster, durch welches er auf die Straße hinaussehen konnte.

››Schmor‘ in der Hölle‹‹, brachte die Gefesselte mit angsterfüllten Augen hervor, mit welchen sie jenen Mann betrachtete, welcher sie nun jedoch kaum beachtete.

Der Drucker begann zu rattern und zu surren, als er das Lieblingsbild der Bestie vom neuesten Opfer ausdruckte. Auch das gehörte zu seinen Spielchen. Schließlich wollte er die Polizei seine Fotografie-Künste betreffend auf dem Laufenden halten.

Mortrian Abuzic

››Wie stellt ihr beiden Idioten euch das vor?‹‹ brüllte Mortrian Abuzic sie am nächsten Morgen in seinem Büro wütend an. Er hatte heute ausgesprochen schlechte Laune, als er in die müden Gesichter von Queer und Blank blickte.

››Ich hoffe doch, euch ist der verdammte Ernst der Lage bewusst? Wir haben hier, verflucht noch mal, etliche tote Lehrer in den letzten Wochen zu beklagen. Und ihr pfuscht da am Tatort herum und verkrümelt euch einfach so. Wir sind hier nicht beim Film, ihr Helden. Das alles ist echt. Scheiße, verdammt.‹‹

Er betrachtete sie fordernd, bekam jedoch keine Antwort und merkte auch nichts von irgendeiner Reaktion. Nur die Leere sprach aus ihren Gesichtern und das beunruhigte Abuzic zutiefst.

Norman bereitete sich darauf vor, seinem Chef eine entscheidende Frage zu stellen. Zu Beginn räusperte er sich, war sich dann wieder im Klaren darüber, dass er ihm die Frage wohl bestimmt nicht stellen würde und tat dies dann doch.

››Meinen Sie nicht, es wäre besser, diesen Fall lieber zwei anderen zu übergeben?‹‹ schoss die Frage irgendwie ängstlich und schnell aus Norman Queers Mund.

Blank warf seinem Kollegen einen unsicheren Blick zu. Er selbst wurde bei den bisherigen Ermittlungen zu diesem Fall zweifelsohne ebenfalls von einer Art Hilflosigkeit begleitet. Aber was Queer da gerade eben gefragt hatte, das grenzte bereits an den reinsten Irrsinn.

››Ihr werdet diesen verfluchten Fall bearbeiten, diese ganze Scheiß-Mordserie, oder ihr könnt euch einen neuen Job suchen‹‹, brüllte Abuzic wieder und schlug im Anschluss daran fest auf seinen Schreibtisch.

Norman erwiderte nichts darauf. Er hatte Blank nur kurz angesehen und das war lange genug gewesen, um zu erkennen, dass dem die gestellte Frage nicht sonderlich gefallen hatte.

››Was soll das Ganze eigentlich? Siehst du in diesem Scheißfall irgendeine Möglichkeit, den ganzen Mist aufzudecken?‹‹

››Das ist immer noch besser als sich zurückzuziehen, Norman. Das solltest gerade du nur allzu gut wissen‹‹, antwortete Billy Blank, wobei er sehr unglücklich aussah.

››Wenn ihr euch diesem Fall verweigert, seid ihr eure verdammten Dienstmarken los. Dann könnt ihr in der Kloake von Hitchten die benutzten Gummis aussondern oder Hundekot von den Straßenrändern beseitigen. Ich hoffe, ich habe mich klar genug ausgedrückt!!!‹‹

Ein Nicken der Gleichgültigkeit. Und dennoch saßen die Worte von Mortrian Abuzic, ihrem zweiundfünfzigjährigem, grauhaarigem und zumeist schlechtgelauntem Boss in seinen immer viel zu engen Anzügen. Rauch von Abuzics Zigarre stieg – sich langsam kräuselnd – empor. Er betrachtete sie eindringlich und war davon überzeugt, dass die beiden seine Rede verstanden hatten.

››Leute, ich habe keine Zeit für diese Kindergarten-Scheiße. Entweder, ihr werdet euch jetzt sofort in den Streifenwagen begeben und diesen verdammten Irren hier bei mir abliefern, oder ihr könnt, verdammt noch mal, hier nur noch die Kaffeemaschine bedienen.‹‹

Nein, gut zu sprechen war heute in der Tat nicht mit Mortrian Abuzic. So sahen sich die beiden Streifenpolizisten eine Weile an, bis schließlich Queer derjenige war, der den Chef zu beruhigen versuchte. Eigentlich jedoch wollte er einfach nur seine Ruhe haben.

››In Ordnung, Mortrian. Auf uns ist Verlass‹‹, verkündete Norman, wobei sein Gesichtsausdruck auf ziemlich alles andere als das hindeutete.

Doch Mortrian Abuzic nickte nur und führte erneut die dicke Zigarre an seinen Mund, um einen weiteren Zug daran zu nehmen.

››Raus jetzt! Und wenn ihr schon dabei seid: Ich will meinen bescheuerten Kaffee.‹‹

Ohne weitere Worte schlugen sie die Türe hinter sich zu. Die Wucht ließ Abuzic für Sekunden in der Tat vollkommen fassungslos dreinblicken.

Den bestellten Kaffee ließen sie links liegen und saßen stattdessen kurz darauf wieder in Streifenwagen sieben, um sich nicht im Geringsten im Klaren darüber zu sein, wie sie diesen Fall weiterhin angehen sollten.

››Scheiße‹‹, war deshalb Norman Queers nur allzu gut passender Kommentar, als sie schließlich im Wageninneren saßen und er gerade den Zündschlüssel drehte. ››Ich sag‘ dir was, Billy: Wir reißen diesem Bastard den Arsch so weit auf, dass er sich wünschen wird, niemals geboren worden zu sein.‹‹

Leichenschauhaus

So fuhren sie los, ohne auch nur die kleinste Spur in diesem Fall zu haben und Abuzic, ihr ständig schlecht gelaunter und angespannter Chef, vermieste ihnen die Laune noch dazu.

››It‘s getting dark again‹‹, sang es ihnen aus dem Radio entgegen. In der Tat beschrieb dies die derzeitige Situation recht gut.

››Fahren wir zu diesem verdammten Leichenschauhaus! Ich brauch‘ die genauen Todesdaten. Verflucht, warum mache ich das nur?‹‹

Billy Blank brachte den Vorschlag ein, sich noch mit Donuts zu versorgen. Queer hatte sich die nächste Zigarette angezündet und beobachtete in Gedanken versunken nur nebensächlich den Verkehr. Er hatte Blanks Vorschlag abgeschmettert und steuerte direkt die Leichenhalle des Gralionston-Friedhofs an.

Sie hatten keine Zeit zu verlieren, das wussten sie beide.

››Wäre es nicht besser, zuerst die Schule aufzusuchen?‹‹ fragte Blank wie ein schüchterner Schuljunge und bekam darauf – wie von ihm erwartet – keine Antwort.

Sie hatten es mit einem Wahnsinnigen zu tun, der scheinbar alle Lehrer dieser Stadt ins Jenseits befördern wollte und mit der Highschool-Süd begann. Seine Vorgehensweise blieb stets dieselbe: Zunächst ein sauberer Stich ins Herz, dann die Schnitzerei im Gesicht.

Eine alte Nummer von Bruce Springsteen ertönte, als Queer den Wagen geschickt in eine kleine Parklücke jenseits des Friedhofes lenkte und dann das Radio ausschaltete.

››Los jetzt, Horror!‹‹

Manchmal kam es vor, dass Queer seinen Partner Blank Horror nannte. Das ergab zwar wenig Sinn und auch nicht mehr Zusammenhang, aber Billy Blank war nun einmal ein großer Horrorfan, trotz des manchmal ausreichend vorhandenen Grauens im Streifendienst in Hitchten als Polizist.

Blank hörte auf das, was Norman Queer ihm befahl und stieg aus dem Streifenwagen, nachdem er die Meldung durchgegeben hatte, dass sie sich nun ins Leichenschauhaus begeben würden. Wieder war nicht Clarissa diejenige, die seine Meldung entgegennahm.

››Ich bin es leid, ständig diese Meldungen durchzugeben. Ich meine, bist du mein Chef, oder was?‹‹ fragte er Norman. Natürlich war dieser mitnichten sein Boss, aber ebenso natürlich antwortete er Blank auch nicht auf dessen Frage.

Das war eine weitere schlechte Angewohnheit von Norman. Wenn er zu etwas befragt wurde, worauf er keine Antwort geben wollte oder konnte, dann schwieg er einfach in der Hoffnung, dass sein Gegenüber bald selbst vom Thema abschweifen würde.

››Lass uns rein gehen‹‹, meinte Norman, den Streifenwagen abwertend betrachtend und setzte sich in Bewegung. Ohne Murren und weiteres Verlangen, eine Antwort zu erhalten, folgte ihm Blank. Diese Art der Hoffnung hatte er längst in der Erde begraben.

Der Anblick war nicht ein bisschen angenehmer als in der Nacht zuvor. Seltsamerweise löste er nun – unter Tage – eine Gänsehaut bei Queer aus, was Stunden zuvor nicht geschehen war. Er betrachtete den toten Körper eine ganze Weile.

››Ein Stich mit einer spitzen, in etwa vierzehn Zentimeter langen Klinge. Eiskalt und präzise. Alles Weitere ist nur Zierde‹‹, meinte der untersuchende Leichenbeschauer und inspizierte Queer mit strengem Blick. ››Ich fürchte, da kommt einige Arbeit auf Sie zu.‹‹

Die Strenge im Blick von Shula Bunzciorzic, wie der Inder hieß, missfiel Queer zutiefst. Diese Todesursache hätte er sich auch selbst zusammenreimen können. Dennoch schwieg er nur und bestätigte den Blick von Bunzciorzic mit einem freundlichen, dennoch unterkühlten Lächeln.

››Meine Herren, ich kann Ihnen nur so viel dazu sagen: Bei jedem der momentan der Serie zuzuordnenden Opfer wurde mit höchster Wahrscheinlichkeit dieselbe Tatwaffe verwendet. Dieser von Hass scheinbar erfüllte Täter bleibt wohl gern‘ bei Altbewährtem.‹‹

Blank warf einen neugierigen Blick auf die etlichen tiefen Schnittwunden im Gesicht des neuesten Opfers.

››Der Typ heißt…‹‹, der Inder stoppte, ››…hieß Jerry Croocher. Armes Schwein, wenn Sie mich fragen.‹‹

Anschließend ließen sich die beiden die Unterlagen zu diesem Mordopfer von dem Inder aushändigen und verschwanden, ohne sich zu verabschieden.

››Fahren wir in diese beschissene Schule‹‹, schlug Blank vor und las sich nebenbei oberflächlich die Unterlagen durch.

››Wer macht so etwas, Norman?‹‹ fragte er seinen Arbeitskollegen und Partner, diesen dabei anblickend.

Ratlosigkeit seltener Intensität lag im Inneren des Streifenwagens in der Luft und so setzte Queer auch diesmal den Wagen in Bewegung, ohne seinem stets neugierigen Kollegen eine Antwort zu geben.

››Gestern Abend habe ich die Fortsetzung von diesem einen spanischen Höhlenhorrorfilm gesehen‹‹, erzählte Billy Blank und fluchte kurz darauf einem Fahrradfahrer hinterher, der von der falschen Seite in den Parkplatz einfuhr.

››Weißt du, Billy? Manchmal wünsch‘ ich mir, ich hätte eine Familie. Ich weiß nicht mehr, wie ich diesen ganzen Mist aus meinem Privatleben raushalten kann. Ständig denke ich an diese Morde und wir haben nicht den kleinsten Ansatzpunkt. Eine verfluchte Scheiße ist das alles.‹‹

Mitleidig nickte Blank und spürte erneut den Hunger, welcher ihn seit dem vergangenen Abend, als er das letzte Mal etwas gegessen hatte, plagte. Dass der gute, alte Norman mal wieder nicht auf etwas einging, das er ihm erzählte, störte Billy nicht weiter großartig. So war sein Partner eben.

››Ja. Und ich denke, ein paar Donuts könnten dir nur gut tun‹‹, lächelte Blank und erhoffte sich diesmal eine Reaktion.

Aus dem Radio meldete sich ein Sportreporter.

››Schalt‘ den Mist weg‹‹, bat Norman, der dem Fußball nicht das Geringste abgewinnen konnte. Blank jedoch amüsierte sich köstlich, dennoch stellte er einen anderen Sender ein.

››Wagen sieben? Wagen sieben!‹‹

Entnervt blickte Queer auf das Funkgerät.

››Was ist denn nun schon wieder? Muss jemandem was gebügelt werden, oder vielleicht irgendwo im Revier staubgesaugt? Klar, hier ist Wagen sieben. Bei uns seid ihr immer richtig.‹‹

››Norman hier, Wagen sieben. Was ist denn schon wieder, Zentrale? Gibt’s vielleicht irgendwo Blumen zu gießen?‹‹ wurde Norman mit extrem genervter Stimme los.

››Sehr witzig. Bitte melden Sie sich unbedingt bei Abuzic, Norman‹‹, gab die schöne Stimme über den Funk durch. Mehr sagte sie nicht.

››Was soll diese Scheiße? Wie sollen wir da vernünftig an diesen Scheißfall rangehen?‹‹ wetterte Billy Blank.

Norman nickte nur zustimmend. Erneut betätigte er anschließend das Funkgerät. ››Zentrale? Hier Wagen sieben. Was soll diese Scheiße? Muss irgendwo ein Rasen gemäht werden, oder was?‹‹ zürnte er.

››Was das soll? Frag‘ das den Chef, aber nicht mich, Süßer.‹‹

Erneut beendete sie das Gespräch. Queer schüttelte den Kopf.

››Planänderung‹‹, meinte er.

››Hier geht es nicht zum Revier‹‹, stammelte Blank vorsichtig und wunderte sich. Queer lächelte nur und nickte.

››Das weiß ich, Billy. Wir werden auch nicht ins Revier fahren.‹‹

Der Mann mit dem kantigen Gesicht

Die Auflösung des Digitalbildes gefiel ihm nicht besonders, wie er bemerkte, als er sich dieses einige Minuten beinahe verträumt angesehen hatte. Er hatte vor, irgendwie und irgendwann ein Buch mit den Beschreibungen all seiner Morde und den dazugehörigen Bildern der Opfer zu veröffentlichen. Bei dieser kranken und nach Sensation hechelnden Menschheit – davon war er überzeugt – würde dieses Buch der reinste Kassenschlager werden.

Den Ausdruck des Fotos hatte er in einen Umschlag gesteckt, nachdem er diesen mit der am Tag zuvor gekauften Schreibmaschine adressiert hatte. Alles verlief nach Plan und er hatte großen Spaß an dem, was er tat. Mit seiner großen rechten Hand strich er sich seine Haare aus der Stirn und betrachtete noch immer unzufrieden das Bild in seinem Rechner. Auch mit den Schnitten im Gesicht war er nicht allzu glücklich.

Seine Arbeit erschien ihm diesmal durchaus ein wenig gepfuscht. Aber Spuren hatte er nicht hinterlassen, das wusste er mit Sicherheit. Nach einigen weiteren Minuten der Unzufriedenheit erhob er sich, entschied sich dann jedoch, noch ein wenig zu warten.

Er konnte sich nicht erklären, weshalb, jedoch erschien ihm der Zeitpunkt noch nicht gekommen, den Umschlag in einen der nächsten Briefkästen zu werfen, damit dieser als kleine Aufheiterung das Polizeirevier erreichen würde.

Schließlich drehte er sich um.

››Zieh‘ dich jetzt aus, Hure!‹‹ befahl er mit lüsternem Blick.

Dann fiel er über die willige Prostituierte her. Sicherlich hatte auch die große Menge Koks das seinige zu dieser Begierde beigetragen.

Für einige Zeit interessierte ihn nur noch ihr Körper. In seinen Augen standen ihm das reinste Verlangen und Wahnsinn geschrieben.

Planänderung

››Was, verdammt und halleluja, soll das, Norman?‹‹ fragte Billy Blank und schüttelte verständnislos und unsicher den Kopf, während Queer von einer Straße in eine andere abbog.

››Keine Sorge, Billy. Das wirst du gleich erfahren‹‹, entgegnete Queer und schien sich sehr über etwas zu amüsieren. Möglicherweise waren das irgendwelche Gedankenspiele, welche er in seinem Kopf verspann.

Blank wusste nur eines: Er wurde noch immer von diesem großen, ihn zutiefst quälenden Hunger verfolgt.

››Norman. Hör‘ mir zu, verflucht! Wir müssen ins Revier. Weiß der Kuckuck, was Abuzic wieder hat, aber ich halte es nicht für sehr ratsam…‹‹

Weiter kam er mit seiner Meinung nicht, denn langsam begann er, zu begreifen. Sie befanden sich momentan auf der Straße, welche aus Hitchten hinaus führte und gleichzeitig die Verbindung in irgendein dieser Millionenstadt nahegelegenes Nest darstellte.

››Das können wir später erledigen, Billy. Und diese verfluchte Schule interessiert mich im Augenblick nicht im Geringsten.‹‹

Blank hatte noch immer keine Ahnung, was Queer vorhatte.

››Wo fährst du hin? Ich hab‘ ein verfluchtes Recht, das zu erfahren. Ich bin dein Partner. Ich steck‘ in dieser ganzen Scheiße mit drin.‹‹

››Nennen wir es Eigenermittlung, mein guter Billy.‹‹

Norman sprach die Worte genau so aus, wie Sherlock Holmes stets seinen Begleiter Watson angesprochen hatte.

››Du willst also tatsächlich eine weitere Suspendierung?‹‹ fragte Blank und lauschte mit einem Ohr wieder der Radiosendung, welche nun ››The sun ain‘t gonna shine anymore‹‹ spielte. Blank mochte diese Art von älterer Musik, er konnte sich jedoch den Interpreten nicht ins Gedächtnis zurückrufen.

››Halt‘ die Klappe, ja?‹‹ gab Queer von sich und wirkte dabei sehr bestimmt und konzentriert. Noch achthundertdreiundzwanzig Meter trennten sie vom Stadtrand Hitchtens.

››Scheiße, Norman. Das gefällt mir absolut nicht.‹‹

››Ich weiß.‹‹

››Dieser Inder, Shula Bunzciorzic, ein seltsamer Vogel, oder?‹‹ fragte Billy Blank. Er bekam keinerlei Antwort.

Norman imponierte das fabelhafte Namensgedächtnis von Billy Blank. Die beiden ergänzten sich betreffend Queers fotografischem Gedächtnis vermischt mit Blanks beeindruckendem Namensgedächtnis sehr gut.

››Der Boss reißt uns den Kopf ab, wenn wir nicht gleich bei ihm auftauchen. Ich hoffe, du weißt das‹‹, sagte Blank und unterbrach die Momente von Queers innerer Bewunderung angesichts des Namensgedächtnisses von Billy.

››Wir sind die Besten. Vergiss das nicht! Er wird uns während dieses Lehrer-Falles nicht suspendieren.‹‹

Angesichts ihrer derzeitigen Erfolglosigkeit kam Blank diese Aussage doch sehr fragwürdig und lächerlich vor.

››Du würdest nur versuchen, mich davon abzuhalten. Aber ich versichere dir, dass du keine üblen Folgen zu befürchten hast, wenn du mich jetzt einfach fahren lässt.‹‹

Die Melodie des Songs klang sehr wohlig in den Ohren von Blank. Er fühlte sich gegenüber Queer unterlegen, denn er wusste nur zu gut, dass sein Partner durchsetzte, was er durchsetzen wollte. Das hatte mit Demokratie nichts mehr zu tun. Er war einfach sehr sicher und überzeugt in all seinen Handlungen. Und wenn schon? Momentan hatte Blank selbst keinen besseren Vorschlag vorzubringen.

Nur Abuzic erwartete sie und der Chef konnte sehr unangenehm werden, wenn er wollte. Am Morgen hatten sie nicht einmal einen Bruchteil seiner Gnadenlosigkeit miterleben müssen. Dennoch verstummte Blank erneut, beobachtete, wie sich der anscheinend leicht aufgeregte Norman Queer eine weitere Zigarette anzündete und lauschte dann den letzten Takten des Liedes, ehe dieses von einer Sondermeldung über den neuesten Mord in Hitchten – eben jenem an Jerry Croocher – unterbrochen wurde.

››Verflucht, ich dachte, sie würden keine Meldung darüber an die Öffentlichkeit bringen?!‹‹ stotterte Billy Blank beinahe. Norman, der um einiges mehr Erfahrung aufzuweisen und in den vielen Jahren seines Streifendienstes wesentlich mehr miterlebt hatte, wusste es selbstverständlich besser.

Nun tanzte Rock ‚n‘ Roll durch den Streifenwagen, denn der Song ››Gimme Shelter‹‹ von den Rolling Stones erklang aus den immer wieder ein wenig knisternden kleinen Boxen. Queer wippte lässig zum Takt der genialen Nummer.

››Das sollte auch nicht an die Öffentlichkeit, Billy. Aber heutzutage sind Leute so schnell käuflich, verdammt. Die Medien wären doch dumm, wenn sie Informationen nicht dem Publikum präsentieren würden. Das musst du als etwas Alltägliches verstehen, Billy. Die Presse, das Fernsehen, das Radio, das ganze verfluchte Internet, die alle haben nie etwas anderes getan, als uns Polizisten an unserer Arbeit zu hindern.‹‹

Längst hatten sie die Stadtgrenze hinter sich gelassen und nun warf Blank – einsichtig und doch ein klein wenig überrascht – einen Blick zurück auf die Wolkenkratzer von Hitchten, die langsam zu versinken schienen, je mehr sie sich von der Stadtgrenze entfernten.

››Diese Welt ist eine einzige Kloake, Billy. Aber du musst lernen, in dieser Kloake zu leben und zu bestehen. Anders wirst du‘s nicht schaffen.‹‹

Mit der Zeit nervten Billy Blank die ständigen Ratschläge seines mit zittriger Hand an der Zigarette ziehenden Kollegen. Das Lied der Stones fand aber auch er ganz fantastisch.

››Wo fährst du hin, Norman? Ich werd‘ dich nicht dran hindern, aber spuck‘s schon aus.‹‹

Blank hielt abermals die Abschlussunterlagen der Untersuchungen des Leichenbeschauers in den Händen. Nebenbei fiel ihm auf, dass der Inder sehr schnell zu einem Abschluss seiner Untersuchungen gekommen war. Ein Wunder war dies jedoch keinesfalls und genau diese Monotonie der Gleichheit der zurückgelassenen Leichen bereitete Billy Blank im Augenblick Sorgen.

Norman Queer antwortete weiterhin erwartungsgemäß nicht und beobachtete stattdessen nur den Verkehr vor sich.

››Geduld ist ebenfalls etwas, das du dir auf dem schnellsten Wege aneignen solltest, Partner‹‹, wusste Norman Queer zu vermelden und lenkte den Wagen wenige Augenblicke später von der Interstate.

››Du fährst nach Knocksville?‹‹ wollte Blank erfahren.

››Ganz Recht, mein Freund. Lass uns mit der Arbeit beginnen.‹‹

Norman hatte ein festes Ziel vor Augen. Das vermutete Blank nicht zuletzt daher, da der ganz gezielt Knocksville anfuhr, sondern er hatte es einfach im Gespür. Als sie kurz darauf das hölzerne Ortsschild der Viertausendseelengemeinde passierten, hatte Norman Queer bereits ein Lächeln der Zufriedenheit aufgesetzt.

Billy Blank betrachtete nun erneut etwas genauer den Untersuchungsabschluss des Inders Bunzciorzic.

››Weißt du, Norman? Ich sehne mich nach einer Zeit, in der wir nicht jede verdammte Scheiß-Nacht wegen einem beschissenen weiteren verfickten Mord geweckt wurden.‹‹

Norman Queer verstand seinen Kollegen nur zu gut. Im Gegensatz zu diesem hatte er sich jedoch bereits daran gewöhnt, dass diese Wünsche für immer Vorstellungen und niemals im Leben Wirklichkeit werden würden.

Nachdem weitere zwei Minuten vergangen waren, lenkte Queer den Wagen geschickt in die Einfahrt vor einer kleinen Bar. Er hatte noch immer dieses wahnsinnige Lächeln des Sieges im Gesicht.

››Was soll das?‹‹ fragte Blank und stierte in Richtung der zumindest von außen schäbig anmutenden Bar. Das war eine erbärmlich aussehende Spelunke, die nicht die geringste Spur von Hilfe in ihrem Fall vermuten ließ.

››Ich verstehe. Das Ganze hat überhaupt nichts mit unserem Fall zu tun.‹‹

Norman schüttelte bestimmt den Kopf.

››Du liegst so falsch, wie seit langer Zeit nicht mehr, Billy. Steig‘ aus und du wirst die Wahrheit erfahren.‹‹

Ohne weitere Verzögerungen folgte Billy Blank dieser Aufforderung.

››Wir befinden uns hier auf einem langen Pfad der Irre‹‹, meinte Blank und folgte Norman.

››Vielleicht sollten wir trotzdem eine Meldung durchgeben?‹‹ riet Billy Blank, doch Queer war bereits zu weit entfernt, um dies zu verstehen und Billy wusste nur zu gut, dass er auch dann nicht reagiert hätte, wenn er ihn verstanden hätte.

Etwas demütig folgte er seinem eigenwilligen Partner in Richtung der kleinen Bar.

Douglas Mills

Ein neonorange-farbiges, ebenfalls bereits recht heruntergekommen aussehendes Schild deutete auf ››Mills‘ Bar‹‹ hin.

Das Summen verstummte immer wieder und wurde durch den starken Novemberwind übertüncht, ehe es sich abermals durchzusetzen vermochte und erneut in ihre Ohren drang.

Norman hatte die Kneipe bereits betreten. Countrymusik spielte ihnen entgegen und als auch Billy die dunkle Bar betrat, stach ihm sofort der abgestandene Geruch von Schweiß und Zigaretten in die Nase. Er kämpfte dagegen an, sich auf der Stelle zu übergeben.

››Tag, Mills‹‹, begann Norman, während Blank den kleinen, untersetzten Mann, der eine unscheinbare Ausstrahlung auf ihn ausübte, erst nach einer längeren Weile bemerkte.

››Lange nicht gesehen, Kumpel. Wie geht’s denn so?‹‹

Mills, wie der Kerl offensichtlich hieß, beachtete Billy Blank nicht im Geringsten, so als sei er nicht existent. Und Billy spürte, dass er dies mit Absicht tat. Dieses ihm unsympathische Verhalten jedoch schloss er auf die Seltsamkeit der Bürger dieser kleinen Orte im Allgemeinen.

Er beobachtete die beiden und wünschte sich, diese grauenhafte Countrymusik möge bald zu Ende sein. Stattdessen folgte ein weiteres Country-Lied, in dem tiefe Stimmen über verflossene Lieben und Kämpfe um Frauen sangen.

››Schöne Scheiße, was bei euch wieder los ist, Norman‹‹, meinte Douglas Mills und Queer war sofort klar, dass sein alter Bekannter die Lehrermorde meinte.

››Ja, auch das hat mit meinem Besuch zu tun, Mills. Hör‘ mir zu! Du musst was für uns tun.‹‹

››Wer ist er?‹‹ begann Douglas Mills und Queer starrte auf seinen Partner, der sich in der Nähe des Ausgangs aufhielt. Im Augenblick rümpfte er sich die Nase, denn der Geruch war doch sehr extrem.

››Ich rede nicht von deinem Anhängsel‹‹, raunte Mills, ehe Queer seinen Kollegen hätte vorstellen können. Eigentlich jedoch hatte er gewusst, dass Mills seinen Partner nicht beachten würde. Er war aufs äußerste misstrauisch und zählte nur sehr wenige Menschen zu seinem Freundeskreis.

››Keine Ahnung, Mills. Jedenfalls hält er uns ziemlich auf Trab, wer auch immer das alles angestellt hat. Mills, du weißt, dass du mir einen Gefallen schuldest?‹‹

Stille kehrte ein und aus den kleinen Boxen des Radiogerätes verkündete ein Moderator die neuesten Nachrichten.

Douglas Mills starrte seinen alten Freund eine ganze Weile an und sagte nichts. Dennoch geschah etwas mit ihm, als er sich an jenen entscheidenden Moment erinnerte. Röte stieg in sein Gesicht und er verspürte eine seltsame Mischung aus Scham, Unterlegenheit und Zorn.

››Scheiße und zur Hölle, Norman. Erzähl‘ mir keinen Quatsch! Das ist so lange her.‹‹

Verständnislos beobachtete Blank dieses Gespräch und konnte sich zugleich keinen Reim darauf machen, aus welchem Grunde Queer diesen seltsamen Mann aufgesucht hatte. Der viel zu schwach arbeitende Ventilator fächerte ihm eine neue Welle des schlechten Geruchs ins Gesicht. Angewidert drehte er sich in eine andere Richtung und beobachtete dann aus nun größerer Entfernung die beiden.

Norman zeigte äußerlich keine besondere Reaktion auf Mills‘ Worte hin. Innerlich jedoch begann es in ihm zu brodeln.

››Ach ja, Mills?‹‹

››Du tauchst hier ein Jahr nicht auf, niemand weiß etwas von dir, Norman. Und nun soll ich dir helfen? Denkst nicht auch du, dass diese Bitte ein klein wenig vermessen ist? Verdammt, ich schulde dir genau nichts. Hast du das kapiert? Bestell‘ dir, verdammt noch mal, etwas, oder verschwinde aus meiner Bar! Das ist nicht mein Tag, Kumpel.‹‹

Aus der Ferne war wieder das Funkgerät des Streifenwagens zu hören, während Queer nur leicht mit dem Kopf nickte und sich zu seinem Partner umwandte.

››In Ordnung, Mills. Ich lass‘ dich, verflucht noch mal, hochgehen und du weißt genau, dass du keine Chance hast, dann auch nur noch den Wunsch zu äußern, du hättest mir an jenem verfluchten Nachmittag nicht die falschen verdammten Worte ins Gesicht gespuckt. Verlass‘ dich drauf.‹‹

Wieder blickte er sich zu Mills um. Es befand sich kein weiterer Gast in der kleinen Bar.

››Und schalt‘ diesen verfluchten Ventilator aus! Ich weiß, dass du schon wieder so zugekokst bist, dass es dir vorkommt, als wärest du in der heißesten und gnadenlosesten aller erdenklichen Wüsten. Aber merk‘ dir eins, Mills: Diese Undankbarkeit wird dich Kopf und Kragen kosten.‹‹

Dann verschwand Norman, gefolgt von einem verwunderten Blank, aus der verrauchten Bar, ohne zu erkennen, wie sich Douglas Mills hinter der engen und schmalen Theke hervortat und ihnen nachmarschierte.

››Norman, lass mit dir reden, verflucht noch mal.‹‹

Mills wusste sehr wohl, dass Queer ihn tatsächlich ohne große Probleme wegen dessen ständiger Drogengeschäfte dran bekommen konnte. Dennoch vermochte er nicht den Mut aufzubringen, seine Winchester unter dem Ladentisch hervorzuziehen, mitten auf den Rücken von Queer zu zielen und abzudrücken.

››Zur Hölle mit dir, Mills!‹‹ meinte Queer gleichgültig. ››Du hattest deine Chance, Doug. Jetzt ist es zu spät.‹‹

Ängstlich und nachdenklich zugleich blickte Mills seinem alten Freund hinterher.

››Ich weiß, weswegen du mich aufgesucht hast. Ich hab‘ viele Beziehungen, Norman. Aber ich kann dir bei dieser ganzen Scheiße nicht behilflich sein, denn dieses ist ein Werk eines Irren.‹‹

Nun drehte sich Queer nochmals zu Mills um, der im Türrahmen der Bar stand, von wo aus er den Streifenwagen anstarrte, als handle es sich bei diesem um ein UFO.

››Nutz‘ diese letzte Chance, Mills, oder erstick‘ jämmerlich an deinem Stoff. Du weißt, dass ich dich nicht auffliegen lassen werde, weil das viel zu gutmütig wäre. Ich wollte dir nur eine Chance geben, uns bei diesen bescheuerten Ermittlungen zu unterstützen, um zur Abwechslung was Sinnvolles zu machen, um aus dieser Scheiß-Bar rauszukommen. Aber das ist deine Entscheidung. Und diese Hilfsbereitschaft werd‘ ich mir merken, mein Freund.‹‹

Gespannt beobachtete Billy Blank das weitere Geschehen und spürte erneut dieses Gefühl des Hungers.

Mills hatte mit seinen Zweifeln zu kämpfen und es verstrichen weitere drei Minuten, in denen nichts geschah, außer einem Funkspruch der Zentrale, dass Queer und Blank auf schnellstem Wege ihren Arsch zu Mortrian Abuzic bewegen sollten.

Dann jedoch entschied sich Mills für etwas, das Queer nicht für möglich gehalten hatte: Er schloss die Tür seiner Bar ab, warf ihr durch das seitliche, große Glasfenster einen letzten Blick zu, und schlenderte dann dem Streifenwagen entgegen. Den Blick hielt er währenddessen auf Norman Queer gerichtet.

››Ich wusste es‹‹, meinte dieser erfreut und überzeugt klingend, als sich Douglas Mills auf dem hinteren Sitz des Wagens niedergelassen hatte, wobei eine Staubfontäne durch die Luft wirbelte.

››Das ist der Mills, wie ich ihn kenne.‹‹

Wenige Augenblicke später drehte er den Zündschlüssel und setzte den Wagen aus der Einfahrt.
So… Hier endet die Leseprobe zum Psycho-Thriller ››ANGST‹‹ mit Humor & jeder Menge Merkwürdigkeiten von Julius Cyphandrius, wobei dies das Pseudonym vom tatsächlichen Autor Linus Lumpitzsch ist. Wer nun Lust darauf bekommen hat, die Geschichte weiterzulesen, kann das sehr gerne tun. Das würde mich glücklich machen.
Erhältlich ist ››ANGST‹‹ im Kindle Store von Amazon als E-Book.

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Website des E-Book-Psychothrillers ››ANGST‹‹:
http://www.hitchten.de/angst/